- Aave hatte am 10. März eine temporäre Oracle-Störung, die laut Chaos Labs rund 26 Millionen Dollar an wstETH Positionen ungerechtfertigt liquidierte.
- Ursache war eine Fehlkonfiguration im Correlated Asset Price Oracle, wodurch ein gedeckelter Wechselkurs deutlich unter dem Marktwert gemeldet wurde.
Aave hat am 10. März einen unangenehmen Reminder geliefert, wie hart DeFi an Daten hängt. Auf den Ethereum Instanzen Core und Prime kam es zu einer kurzfristigen Fehlfunktion im Oracle, die wstETH Positionen in die Liquidation schob, obwohl der Marktpreis das so nicht hergab.
CAPO Deckel greift falsch und drückt den gemeldeten Kurs
Laut dem Post Mortem von Chaos Labs lag die Ursache in einer Fehlkonfiguration des Correlated Asset Price Oracle, kurz CAPO. Der Mechanismus soll eigentlich als Sicherheitsgurt dienen und abrupte Preissprünge abfedern. Genau dieser Gurt zog diesmal in die falsche Richtung.
Chaos Labs beschreibt eine Inkonsistenz zwischen dem verwendeten Snapshot Ratio und dem Snapshot Timestamp. Dadurch meldete das Oracle einen gedeckelten Wechselkurs von etwa 1,1939. Der tatsächliche Marktwert lag zu diesem Zeitpunkt eher bei rund 1,228. Das klingt nach wenig, ist in E Mode Setups aber genug, um Sicherheitsmargen zu zerreißen.
E Mode Positionen rutschen in Liquidation, obwohl der Markt stabil bleibt
Besonders betroffen waren E Mode Positionen, bei denen Korrelationen genutzt werden, um effizienter zu hebeln, allerdings mit engeren Schwellen. Wenn der Oracle Preis zu tief sitzt, sieht das System plötzlich Unterbesicherung, obwohl sie real nicht vorliegt.
Unterm Strich spricht Aave von rund 26 Millionen Dollar an unfairen Liquidationen in wstETH. Für Nutzer ist der Punkt brutal einfach. Nicht der Markt hat sie erwischt, sondern ein fehlerhaft gebremster Preisfeed. Chaos Labs betont, CAPO sei als Schutzmechanismus gedacht, und genau deshalb fällt so ein Ausrutscher doppelt ins Gewicht.






