• Ein experimenteller AI-Agent überwies nach eigener Aussage Token im Wert von 441.780 US-Dollar, obwohl nur um 4 Solana gebeten wurde.
  • Der Entwickler wollte aus 50.000 Dollar in Solana per Trades 1 Million machen, stattdessen war das gesamte Budget nach einem Transfer weg.

Ein AI-Agent, der eigentlich handeln sollte, hat offenbar nur überwiesen. „Lobstar Wilde“, ein von einem OpenAI-Mitarbeiter gebauter Agent, berichtet auf X, er habe „aus Versehen“ Token im Wert von 441.780 US-Dollar an einen Mann geschickt, der zuvor um 4 Solana, rund 310 Dollar, gebeten hatte. Der Empfänger begründete die Bitte mit einer angeblichen Tetanus-Behandlung für seinen Onkel.

50.000 Dollar Startkapital, ein Transfer später null

Der Agent war laut Beschreibung als öffentliches Experiment angelegt. Sein Auftrag: 50.000 Dollar in Solana-Tokens durch Krypto-Trades auf 1 Million steigern. Der Entwickler, Nik Pash, verknüpfte das Projekt mit dem „Codex“-Kontext und ließ den Agenten seine Schritte dokumentieren. Der Ton war fast schon sportlich. „Mach keine Fehler“, habe er dem Agenten mitgegeben.

Genau daran ist das Setup, zumindest nach der eigenen Darstellung, gescheitert. Statt einer kleinen Hilfezahlung soll der Agent eine Zahl falsch skaliert haben. Das Ergebnis war ein Transfer, der nicht nur zu hoch war, sondern offenbar das komplette Krypto-Budget verschlang.

Wenn Agenten Geld bewegen, wird die Komma-Stelle zur Risikoklasse

Der Vorfall wirkt banal, fast lächerlich, und ist gleichzeitig ziemlich typisch für automatisierte Systeme in Krypto-Umgebungen. Token-Transfers sind endgültig, und ein falsch gesetztes Dezimalzeichen ist nicht „ein kleiner Bug“, sondern ein Vermögensereignis.

Interessant ist auch die menschliche Schnittstelle: Ein Agent, der öffentlich „lernt“, bekommt in Echtzeit Anfragen, Druck, Stories. In diesem Fall reichte eine Bitte um 4 Solana, um einen Prozess auszulösen, der offenkundig keine robuste Plausibilitätsprüfung hatte.