• Arthur Hayes sagt, die US-Dollar-Liquidität sei in den vergangenen Wochen um etwa 300 Milliarden Dollar gesunken.
  • Als Haupttreiber nennt er einen Anstieg des Treasury General Account um rund 200 Milliarden Dollar und verweist auf mögliche Shutdown-Vorsorge.

Arthur Hayes legt den Finger auf eine Kennzahl, die Krypto-Trader gern ignorieren, bis es weh tut. Auf X schrieb der BitMEX-Mitgründer, die US-Dollar-Liquidität sei in den vergangenen Wochen um rund 300 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Bitcoin’s jüngste Schwäche sei in diesem Umfeld nichts, was ihn überrascht.

TGA als großer Staubsauger

Hayes führt den Rückgang vor allem auf den Treasury General Account zurück, also das zentrale Konto des US-Finanzministeriums bei der Notenbank. Dieses TGA sei grob um 200 Milliarden US-Dollar gestiegen.

In der Praxis bedeutet ein wachsendes TGA typischerweise, dass Liquidität aus dem Finanzsystem in Richtung Staatskasse wandert, statt im Markt zu zirkulieren. Das ist kein Krypto-Spezialthema, eher ein Makro-Mechanismus, der in riskanten Ecken besonders sichtbar wird.

Hayes’ Interpretation geht noch einen Schritt weiter. Die Regierung könnte nach seiner Lesart Bargeldpolster aufbauen, um vor einem möglichen Shutdown handlungsfähig zu bleiben. Das ist politisch naheliegend, aber nicht automatisch eine Vorhersage, eher ein Motiv, das zu den Zahlen passen kann.

Warum Krypto auf Dollardruck reagiert

Wenn Dollar-Liquidität enger wird, wird Hebel teurer und Risiko weniger bequem. Genau dort sitzt Krypto. Kursrückgänge lassen sich dann nicht nur mit einer einzelnen Nachricht erklären, sondern mit der Frage, wie viel frisches Geld überhaupt noch bereitsteht, um Drawdowns zu kaufen oder Positionen zu rollen.

Hayes stellt das als makrogetriebenen Rahmen dar, nicht als unmittelbaren Trigger. Er sagt im Kern, wer auf steigende Preise setzt, sollte nicht nur Charts anschauen, sondern auch den Geldfluss. Bitcoin als Liquiditätsbarometer, nur eben mit viel Rauschen.