- Malaysia startet Pilotprojekte für Stablecoins und tokenisierte Bankeinlagen, um Zahlungsverkehr und Abwicklung zu testen.
- Thailand, Russland, Kirgisistan und Japan setzen parallel neue Leitplanken, von Derivate-Collateral bis zur Anerkennung von Krypto als Eigentum.
Asien liefert in dieser Woche wieder Stoff für alle, die glauben, Regulierung sei nur Bremsklotz. Mehrere Jurisdiktionen schieben an sehr unterschiedlichen Stellen, aber in dieselbe Richtung. Es geht weniger um Kursfantasien, mehr um Marktinfrastruktur.
Malaysia testet Stablecoins und tokenisierte Einlagen im Alltag
Malaysia pilotiert Stablecoins und tokenisierte Deposits. Das ist eine wichtige Unterscheidung, weil tokenisierte Einlagen eher nach Bankgeld mit digitaler Hülle aussehen, während Stablecoins je nach Modell außerhalb klassischer Einlagensysteme laufen.
In der Praxis zielt beides auf schnellere Abwicklung, klarere Programmierbarkeit und eine Modernisierung der Payment-Schienen. Wer solche Piloten startet, will meist herausfinden, wo Compliance, Liquiditätsmanagement und technische Risiken wirklich sitzen. Nicht dort, wo die Folien es versprechen.
Derivate, Eigentumsrecht und Settlement rücken näher zusammen
Thailand erlaubt digitale Assets als Sicherheiten in Derivatemärkten. Das klingt technisch, ist aber ein Hebel. Collateral entscheidet, wer überhaupt handeln kann, zu welchen Haircuts, und wie schnell Positionen in Stressphasen geschlossen werden. Wenn digitale Werte als Underlying oder Sicherheit zugelassen werden, ist das ein Schritt Richtung institutioneller Nutzbarkeit, ohne dass gleich alles an Retail hängt.
Russland erkennt Krypto als Eigentum an. Das ist juristisch trocken, aber entscheidend für Pfändung, Insolvenz, Steuer und Durchsetzung. Ohne klare Eigentumskategorie bleibt vieles im Nebel.
Kirgisistan meldet steigende Krypto-Steuereinnahmen. Das deutet auf wachsende Aktivität hin oder auf schärfere Erfassung, oft auf beides.
Japan arbeitet an stablecoin-basiertem Wertpapier-Settlement. Wer Settlement ernst nimmt, denkt in Liefer-gegen-Zahlung, in Finalität, in Schnittstellen zu Verwahrung und Identität. Genau dort landet Tokenisierung am Ende, wenn sie nicht nur ein Token auf einer Chain sein soll.







