• Binance Research verweist darauf, dass US-Midterm-Jahre historisch mit höheren Drawdowns einhergehen, im Schnitt 16 Prozent beim S&P 500 und 56 Prozent bei Bitcoin.
  • Laut den Daten folgte nach klaren Wahlausgängen häufig eine Erholung, mit durchschnittlich 19 Prozent Plus beim S&P 500 und 54 Prozent bei Bitcoin in den 12 Monaten danach.

Binance Research stellt die US-Zwischenwahlen wieder als Risiko- und Timingfaktor für Märkte dar. Der Kern des Arguments ist historisch, nicht politisch: Midterm-Jahre hätten in der Vergangenheit besonders oft größere Schwankungen produziert, bevor sich die Lage nach der Wahl meist beruhigte.

Große Drawdowns im Wahljahr, besonders bei Bitcoin

Im Bericht spricht Binance Research von einem durchschnittlichen Peak-to-Trough-Rückgang von etwa 16 Prozent beim S&P 500 in Midterm-Jahren.

Für Bitcoin liegt der Wert deutlich höher, im Schnitt bei rund 56 Prozent. Das ist keine Überraschung, aber es ist eine nützliche Erinnerung. Krypto verhält sich in Stressphasen selten wie „digitales Gold“, eher wie ein Hebel auf Risiko, Liquidität und Stimmung.

Ein Peak-to-Trough-Wert ist zudem nicht einfach „Jahresminus“. Er misst den maximalen Rückgang vom lokalen Hoch bis zum folgenden Tief. Für Trader ist genau das oft die relevante Schmerzkurve, weil sie über Liquidationen, Stopps und Risk-Reductions entscheidet.

Nach dem Ergebnis kommt oft der Rebound

Binance Research betont aber auch die zweite Hälfte des Musters. Sobald die Wahlausgänge klar seien und Unsicherheit aus dem System falle, hätten Märkte historisch häufig wieder gedreht.

Über die 12 Monate nach den Midterms liegen die durchschnittlichen Zugewinne laut den Daten bei etwa 19 Prozent für den S&P 500 und rund 54 Prozent für Bitcoin.

Man sollte daraus keine Garantie machen. Midterms sind nicht der einzige Treiber, und jede Wahl hängt an ihrem eigenen Makro-Kontext, Zinsniveau, Fiskalpolitik, geopolitischen Risiken.

Trotzdem ist die Logik plausibel. Märkte hassen Unklarheit. Wenn sie verschwindet, entsteht Raum für Re-Risking, selbst wenn das Ergebnis nicht jedem gefällt.