• On-Chain-Daten zeigen, dass der SAFU-Fund von Binance heute um 07:13 UTC eine Autorisierung zur Whitelist-Erweiterung ausgelöst hat.
  • Zwei neue Adressen wurden als „approved recipients“ hinzugefügt, was als Vorbereitung für mögliche Bitcoin-Zukäufe oder Transfers gelesen werden kann.

Um 07:13 UTC am heutigen Montag, dem 2. Februar 2026, tauchte auf der SAFU-Fund-Adresse eine Autorisierungstransaktion auf, die nach außen banal wirkt und intern oft ziemlich praktisch ist. Der Fonds stieß eine Änderung an, um zwei neue Adressen zur „approved recipient whitelist“ hinzuzufügen. Übersetzt heißt das: Zwei Empfängeradressen sind künftig freigeschaltet, um Gelder aus dem Topf zu erhalten. In Athen wäre das 09:13 Uhr, also kein nächtlicher Schattenmove, eher ein normaler Betriebszeitpunkt.

Solche Whitelists sind im Treasury-Alltag gängig, vor allem bei Wallets, die nicht beliebig an beliebige Ziele senden sollen. Der Sinn ist Kontrolle. Gleichzeitig ist es ein Signal, dass Bewegungen geplant sein könnten, denn Empfänger werden selten „auf Vorrat“ eingetragen, ohne dass man sie bald braucht. Was daraus folgt, ist offen. Es kann ein interner Umbau sein. Es kann ein technisches Update sein. Es kann auch Vorbereitung für eine größere Umschichtung sein.

Whitelist-Update als Vorstufe für Transfers

Der konkrete Verdacht, der derzeit mitschwingt, dreht sich um Bitcoin. Der SAFU-Fund war zuletzt bereits Thema, weil Binance zuvor rund eine Milliarde Dollar an Stablecoin-Reserven aus dem Fonds in Bitcoin umgewandelt hatte. Wer schon einmal Treasury-Prozesse gesehen hat, weiß: Nach der Umstellung kommt oft das Aufräumen. Neue Verwahradressen, neue Gegenparteien, neue interne Sammelstellen.

Ob die Whitelist-Erweiterung tatsächlich auf ein Aufstocken der Bitcoin-Bestände hindeutet oder nur ein organisatorischer Schritt ist, lässt sich aus der Autorisierung allein nicht sicher ableiten. Aber sie passt zeitlich und strukturell zu dem, was man typischerweise vor größeren Bewegungen sieht.

Der SAFU-Fund ist nicht irgendeine Wallet, sondern ein öffentlich beobachteter Risikopuffer. Wenn dort Adressen freigeschaltet werden, schauen Marktteilnehmer hin, weil es Hinweise auf Liquiditäts- und Sicherungslogik liefern kann. Die nächste belastbare Information kommt erst, wenn Transfers folgen oder ausbleiben. Bis dahin ist es ein einzelner, sauber sichtbarer Handgriff im Maschinenraum.