• US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 8. Januar netto 399 Mio. US-Dollar Abflüsse, auch Spot-Ether-ETFs drehten mit 159 Mio. US-Dollar ins Minus.
  • Spot-Solana-ETFs und Spot-XRP-ETFs hielten sich dagegen im Plus, mit Nettozuflüssen von 13,64 Mio. beziehungsweise 8,72 Mio. US-Dollar.

Der Jahresstart hatte für Krypto-ETFs zunächst nach Rückenwind ausgesehen, doch am 8. Januar kam eine klare Gegenbewegung. US-Spot-Bitcoin-ETFs meldeten netto 399 Mio. US-Dollar Abflüsse. Spot-Ethereum-ETFs folgten mit 159 Mio. US-Dollar Nettoabfluss.

Im Vergleich dazu wirkten die Zahlen bei kleineren Produkten fast wie ein Fußnotenmarkt, aber sie waren auffällig positiv: Spot-Solana-ETFs lagen bei plus 13,64 Mio. US-Dollar, Spot-XRP-ETFs bei plus 8,72 Mio. US-Dollar.

Bitcoin und Ether geben nach, Flows wirken wie Rebalancing

Solche Drehs in den Flows sind nicht automatisch ein Sentiment-Kollaps. Ein einzelner Handelstag kann von Rebalancing geprägt sein, von Gewinnmitnahmen nach einem starken Lauf oder von taktischen Umschichtungen, wenn Derivatepositionen angepasst werden.

Gerade bei Bitcoin-ETFs sehen institutionelle Käufer den ETF oft als „Basisbaustein“, den man schnell auf- und wieder abbauen kann. Das macht die Richtung der Flows kurzfristig volatiler, als es ein langfristiger Allokationsplan vermuten lässt.

Bei Ether kommt hinzu, dass die Nachfrage in vielen Portfolios eher als Satellit gilt. Wenn Risiko reduziert wird, trifft es häufig zuerst die zweite Reihe. Dass ETH-Abflüsse an Tagen wie diesem hoch ausfallen, ist daher nicht ungewöhnlich.

Solana und XRP zeigen kleine Zuflüsse, aber mit Signalwirkung

Die positiven Flows bei Solana und XRP sind in absoluten Zahlen klein, wirken aber als Kontrast. Wenn Bitcoin und Ether gleichzeitig Abflüsse sehen, während SOL und XRP netto Geld anziehen, deutet das auf Rotation statt auf reines Risk-off hin. Trader verschieben Exposure, statt es komplett abzubauen.

Ob daraus ein Trend wird, hängt davon ab, wie die nächsten Sessions aussehen. Krypto-ETFs sind ein schnelles Thermometer. Sie zeigen nicht nur Überzeugung, sondern auch Timing. Am 8. Januar war das Timing eben defensiver bei den Großen, während Teile des Marktes selektiv in kleinere Themen weitergingen.