- Der Spot-Bitcoin-ETF IBIT von BlackRock erreichte am Donnerstag ein Rekordtagesvolumen von rund 10 Milliarden US-Dollar.
- Gleichzeitig verlor der ETF 13 Prozent an einem Tag, der zweitgrößte Kursrückgang seit Auflage, während Bitcoin stark unter Druck stand.
Der iShares Bitcoin Trust (Ticker: IBIT) von BlackRock hat ausgerechnet am Tag eines heftigen Bitcoin-Rückgangs ein neues Rekordvolumen markiert. Rund 10 Milliarden US-Dollar an IBIT-Anteilen wechselten am Donnerstag den Besitzer. Für einen Spot-Bitcoin-ETF, der erst seit gut einem Jahr am Markt ist, ist das eine Größenordnung, die zeigt, wie stark sich das Produkt im Handelsalltag institutioneller und privater Anleger etabliert hat.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Volumen und Mittelzuflüssen. Hohe Umsätze bedeuten zunächst, dass viel gehandelt wird, nicht automatisch, dass frisches Kapital in den ETF strömt. In Crashphasen ist es häufig eine Mischung aus panikartigen Verkäufen, taktischen Positionswechseln und opportunistischen Käufen, die zusammen hohe Volumen erzeugen.
13 Prozent Minus – zweitgrößter Tagesverlust seit Start
Parallel zum Volumen verzeichnete IBIT einen deutlichen Preisrutsch. Der ETF verlor am Tag des Abverkaufs 13 Prozent und markierte damit seinen zweitgrößten Tagesverlust seit Auflage. Der stärkste Einbruch lag bislang bei 15 Prozent und datiert vom 8. Mai 2024.
Dass ein Spot-Bitcoin-ETF solche Bewegungen zeigt, überrascht strukturell nicht. IBIT bildet den Bitcoin-Kurs ab, abzüglich Kosten und eventueller Abweichungen im Tagesverlauf. Wenn der zugrunde liegende Markt in wenigen Stunden zweistellige Prozentbewegungen zeigt, spiegelt sich das nahezu eins zu eins im ETF wider. Für viele Anleger ist IBIT damit der sichtbarste Seismograf der aktuellen Bitcoin-Volatilität.
Gleichzeitig zeigt das Rekordvolumen, dass der ETF längst zu einem zentralen Schauplatz geworden ist, an dem sich Stimmungsumschwünge bündeln. Wer heute schnell und reguliert Bitcoin-Exposure auf- oder abbauen will, macht das zunehmend über solche Vehikel – auch dann, wenn der Markt gerade schmerzt.







