• Laut einer von BVNK beauftragten YouGov-Umfrage erhalten 39% der Krypto-Nutzer und -Interessierten Einkommen in Stablecoins.
  • 27% nutzen Stablecoins für tägliche Zahlungen, wobei Afrika mit 79% die höchste Besitzquote meldet.

Stablecoins werden in Teilen der Krypto-Community nicht mehr nur als Parkbucht zwischen Trades genutzt, sondern als Geldersatz im Alltag.

Das legt eine globale Umfrage nahe, die BVNK in Auftrag gegeben hat und die YouGov im September und Oktober 2025 online unter 4.658 Erwachsenen in 15 Ländern durchgeführt hat. Befragt wurden Personen, die bereits Kryptowährungen halten oder den Erwerb planen.

39% der Krypto-Nutzer und potenziellen Nutzer gaben an, Einkommen in Stablecoins zu erhalten. 27% verwenden sie für alltägliche Zahlungen. Als Hauptgründe werden niedrigere Gebühren und schnellere grenzüberschreitende Transfers genannt. Wer Stablecoins für internationale Überweisungen nutzt, berichtet im Schnitt von rund 40% Gebührenersparnis gegenüber klassischen Remittance-Methoden.

Gehalt in Stablecoins ist für viele kein Randphänomen mehr

Bei denjenigen, die Einkommen in Stablecoins beziehen, machen die Tokens laut Umfrage im Durchschnitt etwa 35% der jährlichen Einnahmen aus. Parallel dazu bleibt die Nutzung oft pragmatisch klein: Stablecoin-Nutzer halten global im Mittel rund 200 US-Dollar in ihren Wallets. In Hochlohn-Ländern liegt der Durchschnitt bei etwa 1.000 US-Dollar, was eher nach „Liquiditätsreserve“ klingt als nach kompletter Parallelökonomie.

Auffällig ist die Offenheit für klassische Anbieter. 77% der Befragten würden ein Stablecoin-Wallet bei ihrer Hausbank oder einem Fintech eröffnen, wenn es angeboten wird. 71% zeigen Interesse an einer verknüpften Debitkarte, mit der sich Stablecoins direkt ausgeben lassen.

Emerging Markets treiben Nutzung, Afrika sticht heraus

In Schwellenländern ist die Zahlungsnutzung ausgeprägter. Mehr als die Hälfte der Krypto-Halter gab an, schon einmal gezielt wegen Stablecoin-Akzeptanz bei einem Händler gekauft zu haben, in Emerging Markets steigt der Wert auf 60%. 42% wollen Stablecoins für größere oder Lifestyle-Käufe einsetzen, während das heute erst 28% tatsächlich tun.

Auch beim Besitz gibt es ein klares Gefälle. In mittleren und niedrigeren Einkommensökonomien halten 60% Stablecoins, in Hochlohn-Ländern 45%. Afrika liegt mit 79% an der Spitze und meldet zugleich den stärksten Zuwachs der Bestände im Jahresvergleich.