• Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) sagt, 2026 könne das „spaltendste“ Jahr der Krypto-Geschichte werden, weil sich alte Zyklus-Narrative und neue US-Politiksignale widersprechen.
  • In einem Video dankte CZ für seine Begnadigung durch Präsident Trump und argumentierte, lockere Politik, inklusive möglicher Zinssenkungen, könne klassische Vierjahresmuster aushebeln.

Changpeng Zhao (CZ) legt sich früh auf eine These fest: 2026 könnte das „most divisive year“ in der Krypto-Geschichte werden.

In einem Video, in dem er sich für seine Begnadigung durch Präsident Donald Trump bedankt, beschreibt der Binance-Gründer ein Marktumfeld, das gleichzeitig nach altem Zyklus klingt und nach einer völlig neuen politischen Lage in den USA.

Vierjahreszyklus gegen politische Rückenwinde

CZ nennt zwei Kräfte, die in entgegengesetzte Richtungen ziehen. Auf der einen Seite stehe das bekannte Vierjahresnarrativ, das historisch oft nach starken Phasen in einen Bärenmarkt übergeht. Viele Marktteilnehmer orientieren sich daran, weil es in Krypto als eine Art Kalender funktioniert, auch wenn die Realität oft unsauberer ist.

Auf der anderen Seite sieht CZ ein US-Politikumfeld, das Krypto inzwischen offen unterstützt. In seiner Darstellung ist das nicht nur ein Stimmungswechsel, sondern ein Rahmenwechsel. Wenn Washington regulatorisch entkrampft und gleichzeitig Kapitalmärkte aktiv stützt, kann das die klassischen Muster überlagern. Für Trader ist genau diese Uneindeutigkeit gefährlich, weil sie die üblichen Playbooks beschädigt. Für langfristige Investoren kann sie wiederum Chancen öffnen, weil neue Käufergruppen und Produkte in den Markt kommen.

„Super Cycle“ als Möglichkeit, Zinspolitik als Trigger

CZ deutet an, dass lockere Politik die Tendenz Richtung „Super Cycle“ verschieben könnte. Als Beispiel nennt er Zinssenkungen, die Trump seiner Lesart nach nutzen könnte, um den Aktienmarkt zu schützen. Das ist keine geldpolitische Vorhersage, eher ein politisches Szenario. Aber es zeigt, wie stark Krypto mittlerweile Makro- und Policy-Entscheidungen einpreist, nicht nur Onchain-Daten oder Technologietrends.

Die persönliche Note, Begnadigung, Dank, Videobotschaft, macht das Ganze zusätzlich aufgeladen. Für einen Teil der Community wirkt das wie Legitimation, für andere wie Politisierung. Genau dort liegt vermutlich CZ’ „divisive“ Punkt. 2026 könnte weniger darüber entscheiden, ob Krypto wächst, sondern darüber, unter welchem politischen Etikett und für wen.