• Von 2. bis 6. Februar verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs Nettoabflüsse von 318 Millionen US-Dollar, Ethereum-ETFs verloren 166 Millionen US-Dollar.
  • XRP-Spot-ETFs meldeten im selben Zeitraum Nettozuflüsse von 39,04 Millionen US-Dollar, während Solana-ETFs leichte Abflüsse von 8,92 Millionen US-Dollar sahen.

Die jüngsten Zuflussdaten für US-Krypto-ETFs zeichnen ein differenziertes Bild. Spot-Produkte auf Bitcoin verbuchten im Zeitraum vom 2. bis 6. Februar (ET) per saldo Nettoabflüsse von rund 318 Millionen US-Dollar. Damit bleibt der Trend der Vorwochen zunächst intakt: Ein Teil der Investoren nimmt nach der Rally Gewinne mit oder reduziert Risiko.

Am 6. Februar kam es jedoch zu einem klaren Gegenakzent. An diesem Tag allein verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs Nettozuflüsse von 371 Millionen US-Dollar. Dass die Woche insgesamt dennoch im Minus endet, zeigt, wie stark die Abflüsse an den Tagen zuvor gewesen sein müssen.

Für Marktbeobachter ist das ein Hinweis auf eine nervöse Positionierung, bei der größere Adressen sowohl aus- als auch einsteigen, abhängig vom Kursniveau und vom übergeordneten Makroumfeld.

Ethereum bleibt unter Druck, XRP stützt sich auf moderate Zuflüsse

Bei Ethereum fällt das Bild schwächer aus. Spot-ETFs auf Ether verzeichneten in der Fünftagesperiode Nettoabflüsse von 166 Millionen US-Dollar. Auch am 6. Februar blieb der Trend negativ: An diesem Tag flossen nochmals 16,75 Millionen US-Dollar ab. Das deutet darauf hin, dass ein Teil der Anleger entweder in andere Krypto-Assets rotiert oder die Gesamtexponierung reduziert.

Spot-ETFs auf Solana meldeten in der gleichen Woche vergleichsweise kleine Nettomittelabflüsse von 8,92 Millionen US-Dollar. Auffällig ist dagegen XRP: Hier wurden Nettozuflüsse von 39,04 Millionen US-Dollar registriert. In einem Umfeld, in dem die großen Fonds auf Bitcoin und Ethereum per saldo Kapital verlieren, wirkt XRP damit wie ein kleiner, aber sichtbarer Gegenpol.

Für institutionelle Anleger, die Krypto über ETFs abbilden, zeichnet sich damit eine eher selektive Risikobereitschaft ab: Bitcoin bleibt trotz Abflüssen der zentrale Bezugspunkt, Ethereum tut sich schwerer, während einzelne Altcoins wie XRP punktuell Kapital anziehen.