- Ethereums 7-Tage-Schnitt bei Transaktionen nähert sich 2,5 Millionen und liegt damit nahe am Rekord, bei gleichzeitig sehr niedrigen Durchschnittsgebühren um 0,15 US-Dollar.
- Rund sieben Wochen nach der Fusaka-Hard-Fork machen Stablecoin-Transfers etwa 35 bis 40 Prozent der Aktivität aus, während das Staking mit rund 36 Millionen ETH einen Höchststand erreicht.
Ethereum fungiert aktuell als Netzwerk, das zwei Dinge gleichzeitig leisten kann: den Durchsatz erhöhen und die Reibungsverluste reduzieren. Laut einem Bericht nähert sich die durchschnittliche Anzahl der Transaktionen der letzten sieben Tage 2,5 Millionen – ein Wert nahe dem Allzeithoch und fast doppelt so hoch wie vor einem Jahr.
Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Gasgebühren auf etwa 0,15 US-Dollar gefallen. Einzelne Swaps liegen demnach sogar bei rund 0,04 US-Dollar, ein Niveau, das noch vor wenigen Jahren in Ethereum-Diskussionen wie ein Fantasiewert klang.
Sieben Wochen nach Fusaka, Gebühren sinken trotz höherer Nutzung
Der Zeitpunkt ist auffällig. Die Entwicklung fällt in die Wochen nach der Fusaka-Hard-Fork, die inzwischen rund sieben Wochen zurückliegt. Kausale Aussagen sind im Live-Netzwerk immer schwierig, aber der Trend ist klar: Höhere Aktivität kommt derzeit nicht mit den alten Gebühren-Spikes. Das verändert die Nutzungskurve, weil Anwendungen, die früher bei 2 oder 5 Dollar pro Swap schon unattraktiv wurden, plötzlich wieder „normal“ wirken.
Für DeFi und Payments ist das mehr als Komfort. Niedrige Gebühren ziehen Micro-Activity an, kleine Trades, Rebalancing, regelmäßige Transfers. Genau solche Patterns erhöhen Transaktionszahlen, ohne dass sofort große Werte bewegt werden müssen.
Stablecoins treiben 35–40 Prozent, Staking bindet 30 Prozent des Angebots
Stablecoin-Transfers machen inzwischen etwa 35 bis 40 Prozent der Ethereum-Transaktionen aus. Das unterstreicht, dass Ethereum für viele Nutzer weniger „ETH als Geld“ und mehr „Dollar-Schiene“ ist. USDC, USDT und Co. sind in der Praxis die Recheneinheit, ETH ist häufig der Treibstoff.
Parallel dazu erreicht das Staking einen neuen Rekord. Rund 36 Millionen ETH sind gesperrt, etwa 30 Prozent des zirkulierenden Angebots. Das ist eine massive Kapitalbindung, die die Angebotsseite strukturell verengt, aber auch die Sicherheitsökonomie stärkt. Mehr Staking bedeutet mehr Validator-Kapital, gleichzeitig aber auch, dass weniger ETH frei zirkuliert.
Das Bild, das daraus entsteht, ist widersprüchlich im besten Sinne. Ethereum wird günstiger und stärker genutzt, während mehr ETH aus dem freien Umlauf verschwindet. Für Trader ist das ein Mix aus besserer UX und veränderter Angebotsdynamik. Für das Ökosystem ist es schlicht der Moment, in dem „Skalierung“ nicht nur als Roadmap existiert, sondern als Alltag.






