- Ethereum hat die zweite und letzte geplante „Blob Parameters Only“-Fork dieses Upgrade-Zyklus synchronisiert und damit einen weiteren Schritt im Fusaka-Pfad vollzogen.
- Die BPO-Forks dienen dazu, Parameter wie Blob-Targets getrennt von großen Hard Forks zu justieren, um Datenverfügbarkeit schrittweise und kontrolliert zu erhöhen.
Ethereum dreht an der Kapazität, ohne gleich die ganze Maschine umzubauen. Am Mittwoch hat das Netzwerk die zweite „Blob Parameters Only“-Fork (BPO) dieses Upgrade-Zyklus synchronisiert. Es ist die letzte geplante BPO-Stufe auf dem Weg in Richtung Fusaka und ein Beispiel dafür, wie Ethereum Änderungen inzwischen modularer ausrollt.
Blob-Targets getrennt von großen Hard Forks
BPO-Forks sind im Kern Parameter-Updates. Statt auf ein großes Jahres-Upgrade zu warten, kann Ethereum einzelne Stellschrauben gezielt anpassen, vor allem rund um Blobs, also die temporären Datenpakete, die seit EIP-4844 für Rollups und Datenverfügbarkeit eine zentrale Rolle spielen.
Das offizielle Ethereum-Konto beschrieb das Prinzip so: Man tune spezifische Parameter wie Blob-Targets unabhängig und effizient. Der Gedanke dahinter ist pragmatisch. Kapazität wird nicht mehr nur in großen Sprüngen erhöht, sondern in kontrollierten Schritten.
Für die Netzökonomie ist das relevant, weil Blobs direkt mit der Data-Availability-Schicht und damit mit den Kosten für Rollups verknüpft sind.
Mehr Kapazität kann den Druck auf Fees in diesen Datenkanälen senken, wenn die Nachfrage nicht gleichzeitig stärker steigt. Umgekehrt zeigt die Etappenlogik auch, dass Ethereum die Risiken eines schnellen Load-Anstiegs ernst nimmt.
Stufenweises Hochfahren als Test unter Realbedingungen
Ethereum argumentiert, die graduelle Ramp-up-Strategie ermögliche es, erhöhte Last „step-by-step“ sicher zu testen. Das ist nicht nur ein technischer Satz.
Es ist eine Antwort auf die Erwartung, dass Layer-2s weiter wachsen und die Basisschicht als Datenanker stabil bleiben muss. Kleinere Forks sind dafür ein Werkzeug: schneller, enger abgegrenzt, leichter zu beobachten.
Im größeren Fusaka-Kontext wirkt die letzte BPO-Fork wie ein Zwischencheck, bevor komplexere Bestandteile eines Upgrade-Pakets zusammenkommen. Für Nutzer ändert sich dabei wenig direkt.
Für Betreiber, Rollup-Teams und Infrastruktur-Anbieter ist es dagegen genau die Art Update, die im Hintergrund entscheidet, ob Kapazitätserhöhungen tatsächlich sauber im Betrieb ankommen.






