• Ein früher Ethereum-Wal hat laut Arkham innerhalb einer Woche eine neue ETH-Position im Wert von rund 19,5 Millionen Dollar aufgebaut.
  • Der jüngste Kauf im Umfang von rund 3 Millionen Dollar erfolgte am 20. März, während US-Spot-Ether-ETFs weiter Abflüsse verzeichneten.

Am Ether-Markt taucht wieder ein alter Name auf. Nicht mit einem Statement, nicht mit einem Fondsvehikel, sondern schlicht mit Käufen.

Thomasg.eth kauft in einer schwachen Marktphase wieder zu

Nach Daten von Arkham hat die Wallet thomasg.eth in den vergangenen Tagen eine Ether-Position von rund 19,5 Millionen Dollar aufgebaut. Die Bestände liegen verteilt auf Spot-ETH, Wrapped ETH und bei Aave hinterlegtem ETH. Den jüngsten Schritt markierte ein weiterer Kauf über rund 3 Millionen Dollar am 20. März.

Das ist nicht irgendeine Wallet aus dem Nichts. Arkham verweist darauf, dass dieselbe Adresse auf dem Hoch des Marktes im Jahr 2021 Krypto-Assets im Wert von rund 537 Millionen Dollar hielt.

Dass ausgerechnet so ein früher Marktteilnehmer nun wieder Stück für Stück aufbaut, wird im Markt zwangsläufig als Signal gelesen, auch wenn es zunächst einmal nur eine einzelne Adresse ist.

Auffällig ist vor allem das Timing. ETH handelt derzeit deutlich unter seinem früheren Rekordniveau. Gleichzeitig bleibt die Marktstimmung gemischt. Der Kauf wirkt deshalb weniger wie Momentum-Jagd und eher wie eine kalkulierte Re-Positionierung.

Onchain-Akkumulation läuft gegen den ETF-Trend

Während onchain also ein größerer Käufer aktiv wird, zeigen die börsengehandelten Produkte in den USA das gegenteilige Bild. US-Spot-Ether-ETFs verbuchten laut den zusammengefassten Daten von Farside beziehungsweise SoSoValue an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen Nettoabflüsse, darunter 55,7 Millionen Dollar am 18. März, 136,4 Millionen Dollar am 19. März und 42 Millionen Dollar am 20. März.

Genau dieser Kontrast macht den Fall interessant. Institutionelle Vehikel geben Kapital ab, während ein früher Großhalter wieder Risiko aufnimmt. Das heißt nicht automatisch Trendwende. Aber es zeigt, dass sich das Bild unter der Oberfläche des Ether-Marktes gerade nicht ganz so einheitlich liest, wie es die ETF-Daten auf den ersten Blick vermuten lassen.