Am 5. Oktober 2026 ist das Eurøpe Consortium unter Beteiligung von XRPL Commons gestartet. Die von Schuman Financial initiierte Branchenallianz will die Nutzung eurobasierter Stablecoins und weiterer On-Chain-Finanzanwendungen in Europa beschleunigen.
Zu den Gründungsmitgliedern gehören XRPL Commons, Schuman Financial, Assetera, BLOX, Coinhouse, Coinmerce, dfns, eToro, LCX, RockawayX und SwissBorg. Die beteiligten Unternehmen decken damit zentrale Bereiche der Wertschöpfungskette ab, darunter Stablecoin-Ausgabe, Vertrieb, Verwahrung, Infrastruktur, Börsenhandel und technologische Dienstleistungen.
Eurøpe Consortium will Euro-Stablecoins zusammen mit XRPL Commons etablieren
Schuman Financial erklärte zur Gründung, Europa verfüge inzwischen über einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte. Die nächste Herausforderung bestehe nun darin, ausreichend Verteilung, Liquidität, Integrationen und reale Anwendungsfälle zu schaffen.
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Das Konsortium soll diese Bereiche koordinieren und die Voraussetzungen für eine stärkere Nutzung von Euro-Stablecoins schaffen. Im Mittelpunkt stehen Anwendungsfälle wie Zahlungen, Devisenabwicklung und institutionelle Abwicklungsprozesse. In der Ankündigung von Schuman Financial heißt es:
„Europäische Unternehmen aus dem Bereich der digitalen Finanzwirtschaft haben sich gemeinsam mit dem Nasdaq-notierten Unternehmen eToro heute zur Gründung des Eurøpe Consortiums zusammengeschlossen. Die von der Industrie initiierte Allianz soll die praktische Einführung einer auf Euro lautenden On-Chain-Finanzwirtschaft beschleunigen.“
Im Mittelpunkt der Initiative steht der von Schuman Financial ausgegebene Euro-Stablecoin EURØP. Der Token ist an den Euro gekoppelt und soll vollständig durch Euro-Reserven gedeckt sein. Nach Angaben von Schuman Financial besteht zusätzlich ein Reservefonds in Höhe von zwei Prozent.
EURØP ist bereits auf mehreren Netzwerken verfügbar. Dazu gehören Ethereum, Avalanche, Polygon, Solana und der XRP Ledger. Für den XRPL ist der Stablecoin besonders relevant, da Schuman Financial EURØP bereits nativ in das Netzwerk integriert hat. Das Unternehmen bezeichnete den Token damals als ersten MiCA-konformen Euro-Stablecoin auf dem XRP Ledger.
XRPL Commons begrüßte die Gründung des Eurøpe Consortiums auf X.
„Der Euro gehört zu den wichtigsten Währungen der Welt. Euro-Stablecoins sollten dieser Bedeutung gerecht werden. Ihre Skalierung erfordert ein koordiniertes Vorgehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Ausgabe und dem Vertrieb bis hin zu Infrastruktur und Technologie. Das Eurøpe Consortium bringt all diese Bereiche zusammen. Wir sind stolz darauf, Teil dieser Initiative zu sein.“
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Ouriel Ohayon, Leiter des Krypto-Bereichs bei eToro, erklärte:
„Stablecoins entwickeln sich zu einem grundlegenden Bestandteil der globalen Finanzinfrastruktur. Da immer mehr Finanzgeschäfte On-Chain abgewickelt werden, sollte die Rolle des Euro seine Stärke in der Weltwirtschaft widerspiegeln. Durch den Beitritt zum Eurøpe Consortium trägt eToro dazu bei, die notwendige Liquidität, Verbreitung und Nutzbarkeit aufzubauen, damit der Euro On-Chain zu einer erstklassigen Währung wird.“
Konkurrenz zu US-Dollar-Stablecoins
USD-basierte Stablecoins dominieren den Markt weiterhin nahezu vollständig. Nach aktuellen Daten entfallen rund 99,03 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung auf Dollar-Stablecoins. Euro-Stablecoins kommen auf etwa 0,26 Prozent, während rund 0,71 Prozent auf Stablecoins mit anderen Fiatwährungen entfallen.
Das Eurøpe Consortium versucht deshalb, mehrere Schwachstellen des europäischen Marktes gleichzeitig anzugehen. Dazu gehören eine fragmentierte Liquidität, begrenzte Börsenintegrationen und eine bislang geringe Nutzung von Euro-Stablecoins im internationalen Zahlungsverkehr.
Der Aufbau eines breiten Partnernetzwerks soll EURØP den Zugang zu weiteren Handelsplattformen, Wallets, Verwahrungsdiensten und institutionellen Kunden ermöglichen. Ob dies Erfolg hat, bleibt abzuwarten.












