- Der Senat in Florida hat SB 314 einstimmig verabschiedet, das Gesetz liegt nun zur Unterschrift bei Gouverneur Ron DeSantis.
- SB 314 schafft einen Rahmen für „Payment Stablecoins“ und verankert Stablecoin-Aktivitäten stärker im bestehenden Money-Services-Recht des Bundesstaats.
Florida macht beim Thema Stablecoins Tempo. Die Legislative hat ein eigenes Regelwerk für „payment stablecoins“ durchgewinkt, jetzt fehlt nur noch die Unterschrift des Gouverneurs.
Unterschrift in Sicht, aber der Start ist gestaffelt
Nach Angaben aus der Branche ist Senate Bill 314 durch beide Kammern gegangen und liegt auf dem Schreibtisch von Ron DeSantis. Samuel Armes von der Florida Blockchain Business Association rechnet mit einer Unterzeichnung innerhalb der nächsten 30 Tage.
Der Text selbst sieht vor, dass das Gesetz grundsätzlich mit dem „Becoming a law“ wirksam wird, allerdings sind einzelne Pflichten zeitlich nach hinten versetzt. In der aktuellen Fassung tauchen explizite Wirksamkeitsdaten auf, unter anderem der 1. Oktober 2026 für zentrale Bausteine rund um Zulassung und Aufsicht.
Lizenzpflicht für Emittenten, Ausnahmen für direkte P2P-Transfers
Inhaltlich zieht Florida Stablecoins in sein bestehendes Regime für Money Services hinein. Der Gesetzentwurf definiert „payment stablecoin“ und arbeitet mit dem Begriff des „qualified payment stablecoin issuer“, also einer zugelassenen Emittenten-Kategorie, die vom zuständigen Amt genehmigt werden muss.
Auffällig ist, dass der Text nicht nur Verbote formuliert, sondern auch Grenzen der Aufsicht. Direkte Transfers von Payment-Stablecoins zwischen zwei Privatpersonen „ohne involvement of an intermediary“ werden ausdrücklich als Ausnahme genannt. Das ist, nüchtern betrachtet, der Bereich, der in der Praxis am schwersten zu überwachen ist.
Damit setzt Florida ein Signal in eine Debatte, die sonst meist in Washington geführt wird: Stablecoins sollen als Zahlungsinstrument reguliert werden, ohne sie automatisch wie klassische Bankeinlagen zu behandeln. Ob andere Bundesstaaten nachziehen, hängt am Ende weniger am Gesetzestext als an der Frage, wie schnell Anbieter tatsächlich Lizenzen beantragen und Produkte in Florida live schalten.







