• Grayscale hat bei der US-Börsenaufsicht ein S-1 für einen Hyperliquid-ETF eingereicht, der den Kurs des HYPE-Tokens nachbilden soll.
  • Mit dem Antrag reiht sich der Vermögensverwalter neben Bitwise und 21Shares in den Wettbewerb um weitere Krypto-ETF-Produkte ein.

Grayscale legt im Rennen um neue Krypto-ETF-Produkte nach. Diesmal geht es nicht um Bitcoin oder Ethereum, sondern um Hyperliquid.

GHYP als nächster Kandidat für die Nasdaq

Laut dem eingereichten S-1-Registrierungsformular plant Grayscale einen ETF, der die Kursentwicklung des Hyperliquid-Tokens HYPE abbilden soll. Falls das Produkt genehmigt wird, soll es unter dem Kürzel GHYP an der Nasdaq gehandelt werden. Der Antrag wurde am Freitag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.

Damit bringt Grayscale ein weiteres Einzelprodukt für einen spezifischen Token auf den Tisch. Das ist insofern bemerkenswert, weil sich der ETF-Markt in den vergangenen Monaten immer stärker ausdifferenziert hat.

Nach den großen, etablierten Krypto-Assets rücken nun vermehrt Projekte in den Fokus, die bislang eher im Umfeld aktiver Krypto-Trader stark wahrgenommen wurden.

Hyperliquid gehört genau in diese Kategorie. Das Protokoll hat sich vor allem durch seinen Fokus auf den Derivatehandel und eine eigenständige Marktstruktur einen Namen gemacht. Ein ETF-Antrag auf HYPE zeigt, dass dieses Segment inzwischen auch bei traditionellen Produktanbietern Aufmerksamkeit bekommt.

Grayscale schließt zu Bitwise und 21Shares auf

Mit dem Vorstoß steht Grayscale nicht allein. Auch Bitwise und 21Shares positionieren sich bereits im Umfeld neuer Krypto-ETF-Anträge. Der Wettbewerb verschiebt sich damit ein Stück weiter weg von den bekannten Schwergewichten des Marktes und hin zu spezialisierteren Token-Produkten.

Für Emittenten ist das ein kalkulierter Schritt. Wer früh Anträge für neue Segmente platziert, sichert sich Sichtbarkeit und im besten Fall einen Vorsprung, falls die Regulierung grünes Licht gibt. Für den Markt selbst ist die Botschaft recht klar. Der ETF-Wettbewerb wird breiter, kleinteiliger und auch ein wenig experimenteller.

Ob GHYP tatsächlich an die Nasdaq kommt, hängt nun wie so oft am Prüfprozess der SEC. Der Antrag selbst setzt aber bereits ein Signal. Hyperliquid ist damit endgültig im Radar der klassischen Finanzproduktwelt angekommen.