• Harvard hat seine Anteile am iShares Bitcoin Trust im vierten Quartal um 1,48 Millionen Aktien reduziert und damit die Bitcoin-ETF-Position um gut ein Fünftel gekürzt.
  • Gleichzeitig meldet das Endowment erstmals eine Ether-ETF-Position, insgesamt lagen zum 31. Dezember 352,6 Mio. Dollar Exposure auf Bitcoin und Ether.

Harvards Endowment verschiebt seine Krypto-ETF-Gewichte. In einer Quartalsmeldung an die US-Börsenaufsicht zeigt die Harvard Management Company, dass sie im vierten Quartal ihre Bitcoin-ETF-Position spürbar zurückgefahren und parallel erstmals eine Ether-ETF-Position aufgebaut hat.

IBIT wird kleiner, aber bleibt der Kern der Allokation

Zum 31. Dezember hielt Harvard 5,35 Millionen Anteile am iShares Bitcoin Trust von BlackRock. Der Bestand wurde in dem Quartal um 1,48 Millionen Anteile reduziert. Im Vorquartal waren noch 6,81 Millionen Stück gemeldet worden. Auf Basis der ausgewiesenen Stichtagsbewertung lag die IBIT-Position Ende Dezember bei 265,8 Millionen Dollar, nachdem sie im Vorquartal noch mit 442,8 Millionen Dollar angegeben wurde.

Der Schnitt lässt sich nicht sauber in „Marktbewegung“ und „Verkauf“ auseinanderrechnen, weil 13F-Meldungen nur Stichtagswerte zeigen. Klar ist aber, dass Harvard die Stückzahl deutlich reduziert hat, also aktiv Risiko herausgenommen wurde, zumindest auf der Bitcoin-Seite.

Erstes Ether-Exposure über ETF und ein Signal an den Markt

Parallel taucht in der Meldung erstmals eine Ether-ETF-Position auf. Die Kombinationsgröße ist auffällig: Insgesamt beziffert Harvard das ETF-Exposure auf Bitcoin und Ether zum Jahresende auf 352,6 Millionen Dollar. Rein rechnerisch würde das bedeuten, dass Ether auf einen mittleren zweistelligen Prozentanteil kommt, während Bitcoin trotz Kürzung der dominante Baustein bleibt.

Für den Markt ist das vor allem deshalb interessant, weil Endowments selten schnelle Richtungswechsel mögen. Hier sieht es eher nach einer Umschichtung als nach einem Rückzug aus: weniger Bitcoin-ETF, dafür ein neuer Ether-ETF-Block.