• HashKey Group hat eine One-Stop-Lösung für die Emission tokenisierter Real-World Assets vorgestellt und positioniert sie als Brücke zwischen TradFi und Web3.
  • Das Angebot richtet sich an Asset-Emittenten und professionelle Intermediäre und baut auf früheren Kooperationen mit Bosera, GF Securities und Cinda International auf.

HashKey Group will den Prozess der RWA-Emissionen stärker industrialisieren. Das Unternehmen kündigte den Start einer „One-Stop“-Lösung an, die Emittenten und professionelle Vermittler von der Strukturierung bis zur Ausgabe tokenisierter Vermögenswerte unterstützen soll.

RWA-Emission als Produkt, nicht als Pilot

RWA steht im Markt inzwischen weniger für Experimente als für Prozessfragen: Wer darf emittieren, wer verwahrt, wie läuft Settlement, wie sieht Reporting aus, und welche Plattform kann das ohne jedes Mal ein neues Projektteam zu bauen. HashKey setzt genau dort an und beschreibt seine Lösung als integriertes Emissionsangebot, das klassische Finanzlogik mit Web3-Schienen verbinden soll.

Die Zielgruppe ist bemerkenswert klar. HashKey richtet sich nicht primär an Retail, sondern an Asset Issuer und professionelle Intermediäre, also Akteure, die ohnehin in Prospekt- und Compliance-Welten arbeiten. Das deutet darauf hin, dass die Plattform eher für regulierte oder zumindest institutionelle Workflows gedacht ist, nicht für die nächste Token-Welle mit offenem Vertrieb.

Frühere Partner zeigen, wo HashKey andocken will

HashKey verweist auf frühere Kooperationen mit Bosera Asset Management, GF Securities und Cinda International. Das sind Namen, die eher nach Asset Management, Brokerage und institutioneller Distribution klingen als nach Krypto-Native-Hype.

Für die RWA-These ist das relevant, weil die schwierigsten Teile oft nicht die Tokenisierung selbst sind, sondern die Anbindung an bestehende Vertriebs- und Abwicklungsstrukturen.

Was noch offen bleibt, sind technische und rechtliche Details: Auf welchen Chains wird ausgegeben, welche Token-Standards, welche Custody-Modelle, welche Beschränkungen für Transferability und wer am Ende als zugelassener Käufer gilt. Aber die Stoßrichtung ist klar. HashKey versucht, RWA-Emissionen als wiederholbares Produkt zu verkaufen, nicht als maßgeschneidertes Einzelprojekt.