• Das Hyperliquid Policy Center hat in Washington, D.C. eröffnet und Jake Chervinsky als ersten CEO vorgestellt.
  • Eine verbundene Hyperliquid-Stiftung finanziert den Start mit einer Spende von 1 Million HYPE-Token, bewertet mit rund 28 Millionen US-Dollar.

Hyperliquid bringt seine DeFi-Agenda jetzt offiziell nach Washington. Mit dem Start des Hyperliquid Policy Center in der US-Hauptstadt will das Netzwerk die Debatte über dezentrale Finanzmärkte stärker in Richtung Gesetzgebung und Aufsicht verschieben. Als erster CEO übernimmt Jake Chervinsky, in der Branche als juristisch versierter Krypto-Politik-Stratege bekannt.

Chervinsky übernimmt, DeFi bekommt eine Adresse in D.C.

Das Zentrum positioniert sich als Schnittstelle zwischen DeFi-Entwicklern, Marktteilnehmern und politischen Entscheidungsträgern. Der Anspruch ist klar: DeFi soll in den USA nicht nur geduldet, sondern als regulierbare Marktstruktur verstanden werden. Dafür setzt das Policy Center auf klassische Lobby-Mechanik, nur mit einem DeFi-Label.

Finanziert wird das Vorhaben durch eine Spende von 1 Million HYPE-Token durch eine verbundene Hyperliquid-Stiftung. Nach Angaben rund um die Ankündigung entspricht das einem Wert von etwa 28 Millionen US-Dollar. Das ist genug, um ein Team aufzubauen, Studien zu bezahlen, Veranstaltungen zu fahren und in D.C. dauerhaft präsent zu sein. Kurz gesagt: ein echter Betrieb, nicht nur ein Briefkopf.

Fokus auf Perpetuals: „einfacher“ als Futures und Optionen

Inhaltlich will das Zentrum vor allem einen regulatorischen Rahmen für Perpetuals vorantreiben, also Perpetual Swaps, die in Krypto-Märkten seit Jahren das Handelsvolumen prägen. Das Policy Center argumentiert, Perps seien in der Struktur einfacher als Optionen und klassische Futures und böten direkte Exposure auf einen Basiswert, ohne Verfallsdatum.

Der Punkt trifft einen wunden Nerv: In den USA ist der Handel mit perps faktisch stark eingeschränkt, während ein Großteil der Liquidität über Offshore-Börsen läuft. Genau dort sieht Hyperliquid eine Lücke, die regulatorisch geschlossen werden könne, ohne den Markt komplett abzuwürgen. Entscheidend wird sein, ob Aufseher diese Produktlogik teilen oder Perps weiterhin primär als Derivate-Risiko behandeln.