- Der HYPE-Token von Hyperliquid ist in den vergangenen zwei Wochen um rund 41,5 Prozent gestiegen, obwohl die meisten großen Kryptowährungen im Minus notieren.
- Analysten verweisen auf die Integration in Ripple Prime und geringere monatliche Token-Freigaben als zentrale Faktoren für die robuste Kursentwicklung.
In einem Umfeld, in dem viele wichtige Kryptowährungen in den letzten zwei Wochen gefallen sind, bildet Hyperliquid eine Gegenbewegung. Der HYPE-Token der dezentralen Derivatebörse legte in den letzten zwei Wochen um rund 41,5 Prozent zu.
Am Montag gewann der Token im asiatischen Handel zunächst mehr als 5 Prozent, bevor er diese Gewinne wieder abgab. Laut CoinGecko-Daten notierte HYPE zuletzt bei rund 31,53 US-Dollar, etwas niedriger als am Vortag.
Die Divergenz zum Gesamtmarkt fällt auf, weil der Rest des Sektors eher mit Risikoabbau als mit Neuengagement beschäftigt ist. Dass HYPE in dieser Phase dennoch Boden gutmacht, sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit – gerade bei Tradern, die gezielt nach Assets suchen, die sich vom Beta des Gesamtmarkts lösen.
Ripple-Integration und geringerer Angebotsdruck als Kurstreiber
Ein Teil der Erklärung liegt in der institutionellen Wahrnehmung. Hyperliquid wurde jüngst in die Prime-Brokerage-Plattform Ripple Prime des Zahlungsnetzwerks Ripple aufgenommen.
Für Hyperliquid bedeutet das: Sichtbarkeit bei professionellen Adressen, die Derivate-Liquidität und strukturierte Ausführung suchen. Die Partnerschaft wird von Marktteilnehmern als Signal verstanden, dass die Börse im institutionellen Segment ernst genommen wird.
Daneben spielt die Token-Mechanik eine Rolle. Hyperliquid hat den monatlichen Token-Supply deutlich reduziert, was den Verkaufsdruck strukturell senkt. Statt großer Unlock-Wellen, die regelmäßig auf den Kurs drücken, verteilt sich das neu frei werdende Angebot nun über längere Zeiträume.
Analysten führen die jüngste Entwicklung deshalb weniger auf einen kurzen Spekulationsstoß zurück, sondern auf eine Kombination aus gestiegener Nutzung, institutioneller Anbindung und kontrollierter Angebotsseite. In einem angeschlagenen Marktumfeld reicht diese Mischung, um HYPE vorerst aus der breiten Korrektur herauszulösen.







