- Ein als „Hyperunit whale“ bekannter Trader hat laut Arkham seine komplette Ether-Position auf Hyperliquid geschlossen und dabei rund 250 Millionen US-Dollar verloren.
- Der Kontostand des Hyperliquid-Accounts liegt demnach nur noch bei 53 US-Dollar und damit praktisch bei null.
Der „Hyperunit whale“ ist wieder Thema, diesmal wegen eines vollständigen Fehlgriffs. Nach Daten von Arkham hat der Trader seine gesamte Ether-Position auf Hyperliquid glattgestellt und dabei einen Verlust von etwa 250 Millionen US-Dollar realisiert. Auf dem Konto blieben danach nur noch 53 US-Dollar.
Vom Timing-Gewinn zum Long-Risiko
Der Name kursiert seit Monaten in der Szene, weil der Trader im Herbst mit einem auffällig gut getimten Short auf Bitcoin und Ether Geld verdient hatte. Damals ging es um Positionierung Minuten vor einer Tarif-Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die einen schnellen Abverkauf auslöste.
In der Rückschau wirkte es wie ein Musterbeispiel dafür, wie stark Makro-Schlagzeilen in gehebelten Märkten durchschlagen, wenn Liquidität dünn ist und Stops eng sitzen.
Die aktuelle Episode dreht den Spieß um. Statt Short in fallende Kurse: Long in einen Markt, der offenbar nicht mitgespielt hat. Arkham ordnet den Ausstieg als „vollständige“ Auflösung der Position ein, mit entsprechendem P&L-Effekt. Das ist insofern bemerkenswert, weil es nicht nach einem normalen Drawdown aussieht, sondern nach einer Struktur, in der Sicherheiten, Margin und Liquidationsmechanik keine Luft mehr lassen.
Hyperliquid-Account praktisch leer
Der Restbetrag von 53 US-Dollar wirkt wie eine Fußnote, ist aber die eigentliche Schlagzeile. Er zeigt, dass der Account nicht nur einen großen Verlust verbucht hat, sondern faktisch aus dem Markt gedrückt wurde. In DeFi-Derivaten passiert das selten leise. Wenn Positionen groß sind, ziehen sie Aufmerksamkeit, weil sie Orderbücher, Funding und Erwartungshaltung beeinflussen, selbst wenn niemand genau weiß, wer dahintersteht.
Für Hyperliquid und vergleichbare Plattformen ist der Fall auch deshalb relevant, weil er die zwei Seiten von Perps sichtbar macht. Schnelle Gewinne sind möglich, aber der Weg zurück ist oft abrupt. Was jetzt offen bleibt: ob der Trader mit einem neuen Konto zurückkommt oder ob die Geschichte hier endet.






