- In den vergangenen vier Stunden wurden laut CoinGlass rund 758 Mio. US-Dollar an Positionen liquidiert, fast komplett auf der Long-Seite.
- Über 24 Stunden waren weltweit 241.172 Trader betroffen, die Gesamtliquidationen lagen bei 864 Mio. US-Dollar, die größte Einzelposition traf Hyperliquid im Paar BTC-USDT mit 25,83 Mio. US-Dollar.
Die Hebelmaschine im Kryptomarkt hat wieder zugeschlagen, und diesmal fast einseitig. In den vergangenen vier Stunden liefen laut CoinGlass Liquidationen im Umfang von rund 758 Millionen US-Dollar durch die Systeme.
Davon entfielen etwa 730 Millionen auf Long-Positionen, während Shorts mit 27,63 Millionen vergleichsweise glimpflich davonkamen. Das Muster ist typisch für einen schnellen Abverkauf: Erst kippt der Preis, dann kippt der Hebel.
Longs werden ausgewaschen, Shorts bleiben fast stehen
Wenn Longs in dieser Größenordnung liquidiert werden, ist das selten nur „ein paar Trader“. Es ist ein Mechanismus, bei dem Stop-outs, Margin-Calls und automatische Schließungen sich gegenseitig verstärken.
Die Short-Seite blieb in diesem Schub erstaunlich ruhig, was darauf hindeutet, dass die Positionierung zuvor eher einseitig war oder dass der Move zu schnell kam, um Short-Squeezes auszulösen.
In den letzten 24 Stunden wurden weltweit 241.172 Nutzer liquidiert. Die Gesamtsumme der Liquidationen lag bei rund 864 Millionen US-Dollar. Der Unterschied zwischen 4-Stunden- und 24-Stunden-Zahl zeigt, wie konzentriert das Ereignis war. Ein Großteil des Schadens passierte in einem kurzen Fenster.
Hyperliquid-Trade als größter Einzelfall
Auffällig ist der größte einzelne Liquidations-Print: Er kam auf Hyperliquid, im Paar BTC-USDT, mit einem Volumen von 25,83 Millionen US-Dollar. Dass ausgerechnet ein Perps-DEX in der Liste oben steht, passt zum aktuellen Marktbild. Onchain-Perps haben in den letzten Monaten Liquidität und Open Interest stark angezogen, und sie liefern damit auch größere Liquidationsereignisse, sichtbar und in Echtzeit.
Für den Markt ist das kein Urteil über Richtung, eher ein Hinweis auf das Setup. Wenn Liquidationen so stark Long-lastig sind, wird ein Teil des Hebels „gereinigt“. Das kann kurzfristig Stabilität bringen, weil weniger Zwangsverkäufe im System hängen.
Es kann aber auch nur der erste Akt sein, wenn Spot-Nachfrage fehlt und der Preis weiter rutscht. In jedem Fall gilt: Nach einem Long-Wipeout ist die nächste Bewegung oft weniger vorhersehbar als davor.





