• In Minnesota soll die Nutzung von Bitcoin und Krypto Automaten per Gesetzentwurf untersagt werden.
  • Auslöser sind steigende Betrugsfälle, bei denen Täter Opfer über die Geräte zu Krypto Transaktionen drängen.

Minnesota zieht bei Krypto Automaten die Bremse an. Im Bundesstaat liegt ein Gesetzentwurf vor, der virtuelle Währungsautomaten untersagen soll. Der Vorstoß kommt nicht aus einer grundsätzlichen Debatte über digitale Vermögenswerte, sondern aus einem sehr konkreten Problem. Betrugsfälle nehmen zu.

Erin Koegel setzt auf ein vollständiges Verbot

Die Abgeordnete Erin Koegel hat den Entwurf eingebracht, nachdem sich nach ihren Angaben mehrere Fälle von Krypto Betrug im Bundesstaat gehäuft haben.

Nach Rückmeldungen von Strafverfolgungsbehörden in Minnesota würden Betrüger Bitcoin und andere Krypto Automaten gezielt einsetzen, um Menschen unter Druck zu setzen und sie zu Überweisungen in digitalen Währungen zu bewegen.

Das Muster ist nicht neu, aber die Geräte geben den Tätern offenbar einen schnellen und direkten Kanal. Wer unter Stress handelt, steht oft vor einem Automaten, scannt einen Code, zahlt ein und merkt erst später, was eigentlich passiert ist. Dann ist es meist zu spät.

Koegel verweist dabei auch auf einen Unterschied zwischen Betrugsnutzung und regulärem Handel. Seriöse Trader, so ihre Linie, greifen in der Regel auf klassische Krypto Börsen zurück und nicht auf Automaten im öffentlichen Raum.

Warum die Geräte für Ermittler ein Problem sind

Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist die Irreversibilität solcher Transaktionen. Sind Kryptowährungen einmal versendet, lassen sie sich in vielen Fällen nicht einfach zurückholen. Genau das macht diese Fälle für Opfer teuer und für Ermittler mühsam.

Koegel argumentiert, dass gerade dieser Mechanismus Betrügern in die Hände spielt. Die Spur sei schwer nachzuvollziehen, Rückbuchungen wie im klassischen Zahlungsverkehr gebe es praktisch nicht.

Ihr Entwurf solle deshalb parteiübergreifend eine Grundlage schaffen, um Einwohner Minnesotas vor finanziellen Schäden zu schützen, die sich nach einer falschen Transaktion kaum noch korrigieren lassen.