- Nach dem Airdrop von Lighter ist das Handelsvolumen der Perpetuals laut CryptoRank deutlich zurückgegangen, das Wochenvolumen liegt fast dreimal unter dem Peak.
- Hyperliquid führt wieder die Perps-DEX-Rangliste an, mit rund 40,7 Mrd. US-Dollar Volumen in sieben Tagen und etwa 9,57 Mrd. US-Dollar Open Interest in 24 Stunden.
Die Perpetual-DEX-Landschaft wirkt gerade wie ein Stresstest für Narrative. Lighter hatte rund um den Airdrop Aufmerksamkeit und Volumen, danach kam der Kater.
Nach Daten von CryptoRank ist das Perpetual-Tradingvolumen auf Lighter deutlich gefallen, das Wochenvolumen liegt fast dreimal unter dem bisherigen Peak. Solche Muster sind im DeFi-Derivategeschäft nicht ungewöhnlich, Incentives ziehen Flow an, und sobald die Kampagne vorbei ist, kommt die Normalisierung.
Hyperliquid zurück an der Spitze, Aster und Lighter folgen
Hyperliquid nutzt diese Phase und steht wieder an der Spitze der Perpetual-DEXs. In den vergangenen sieben Tagen lag das Handelsvolumen bei etwa 40,7 Milliarden US-Dollar. Aster kommt im selben Zeitraum auf 31,7 Milliarden US-Dollar, Lighter auf 25,3 Milliarden US-Dollar. Das ist immer noch groß, nur eben nicht mehr die dominante Airdrop-Welle.
Der Wechsel an der Spitze ist weniger eine „bessere Technologie“-Story als eine Liquiditäts-Story. Perps sind extrem sensibel für Ausführung, Tiefe und Reibung. Wer die besten Spreads und die stabilste Infrastruktur bietet, zieht Market Maker und große Trader. Der Rest folgt oft automatisch.
Open Interest zeigt Konzentration, nicht Breite
Noch klarer wird die Lage beim Open Interest. Hyperliquid liegt laut CryptoRank bei rund 9,57 Milliarden US-Dollar in den letzten 24 Stunden. Alle anderen Plattformen zusammen, darunter Aster, Lighter, Variational, edgeX und Paradex, kommen kombiniert auf etwa 7,34 Milliarden US-Dollar. Das ist eine deutliche Konzentration. Der Markt verteilt sich nicht gleichmäßig, er sammelt sich.
Für Trader ist das relevant, weil Open Interest nicht nur Aktivität misst, sondern auch Risiko im System. Wenn ein Großteil der offenen Positionen an einem Ort liegt, wird dieser Ort zum Systemknoten, technisch und psychologisch. Gute Zeiten bedeuten dann bessere Liquidität. Schlechte Zeiten können schneller eskalieren, wenn Liquidationen und Slippage zusammentreffen.
Lighters Rückgang nach dem Airdrop ist damit kein moralisches Urteil, eher ein Lehrstück darüber, wie Incentives wirken. Die Frage für 2026 ist, wer es schafft, Nutzer und Liquidität zu halten, wenn der Airdrop-Boost weg ist. Hyperliquid wirkt aktuell so, als hätte es genau darauf gebaut.






