• NYSE Arca und NYSE American haben das bisherige Limit von 25.000 Kontrakten für Optionen auf 11 Bitcoin- und Ether-ETFs gestrichen.
  • Die Änderung gilt sofort und öffnet den Markt für größere Positionen sowie flexiblere Optionsstrukturen.

Der US-Markt für Krypto-ETF-Optionen ist gerade ein Stück erwachsener geworden. Nicht laut, nicht mit großem Pathos. Aber strukturell durchaus relevant.

Die 25.000er-Grenze fällt bei 11 Krypto-ETF-Produkten

NYSE Arca und NYSE American haben die bisherige Positions- und Ausübungsgrenze von 25.000 Kontrakten für Optionen auf 11 Bitcoin- und Ether-ETFs entfernt.

Die Regeländerungen wurden am 10. März eingereicht und anschließend so behandelt, dass sie ohne die übliche längere Wartefrist wirksam werden konnten. Betroffen sind Optionen auf eine Reihe bereits handelbarer Spot-Bitcoin- und Spot-Ether-Produkte.

Das klingt technisch, ist für den Markt aber alles andere als nebensächlich. Solche Limits wirken vor allem bei institutionellen Strategien schnell wie eine Bremse. Wer größere Hedge-Positionen aufbauen, komplexere Volatilitätsstrategien fahren oder FLEX-Optionen sinnvoll einsetzen will, stößt mit niedrigen Obergrenzen recht schnell an praktische Grenzen.

Mehr Spielraum für große Adressen und komplexere Strategien

Mit dem Schritt werden Krypto-ETF-Optionen nun stärker wie andere etablierte ETF-Optionen behandelt.

Die Positionslimits richten sich damit nicht mehr nach einer starren Sonderregel nur für diese Produkte, sondern nach dem allgemeinen Rahmen der Börsenregeln. Parallel dazu entfallen auch bestimmte Beschränkungen rund um Preisfindung und FLEX-Optionen.

Für den Markt heißt das vor allem mehr Bewegungsfreiheit. Nicht unbedingt sofort mehr Volumen, aber bessere Bedingungen für größere Teilnehmer, die diese Produkte bislang nur eingeschränkt nutzen konnten.

Dass der Schritt sowohl Bitcoin- als auch Ether-ETFs umfasst, zeigt nebenbei noch etwas anderes. Krypto-ETFs werden im US-Derivatemarkt zunehmend nicht mehr als exotische Ausnahme behandelt, sondern langsam in die normale Marktmechanik einsortiert.