- PEI Licensing hat Pudgy Penguins in Florida verklagt und wirft dem NFT-Projekt Markenrechtsverletzung, Verwässerung und unlauteren Wettbewerb vor.
- Im Kern geht es um Bekleidung und um Versuche, „PENGUIN“-Wort- und Bildmarken zu registrieren, die PEI als verwechselbar ähnlich zu den eigenen Marken beschreibt.
Ein Pinguin reicht, um es kompliziert zu machen. Der Inhaber der Modemarke Original Penguin hat am Mittwoch in einem Bundesgericht in Florida Klage gegen Pudgy Penguins eingereicht, das NFT-Projekt, das sich in den vergangenen Jahren vom reinen Ethereum-Avatar zur Konsummarke mit Merch und Bekleidung ausgebaut hat.
Streit um Kleidung, Logos und den Namen „PENGUIN“
Klägerin ist PEI Licensing, die hinter Original Penguin steht. In der Klageschrift geht es um Markenrechtsverletzung, Verwässerung und unlauteren Wettbewerb. Der Vorwurf lautet, Pudgy Penguins nutze im Apparel-Geschäft eine „Familie“ von Pinguin-Marken, die den PEI-Zeichen verwirrend ähnlich sei.
PEI argumentiert dabei mit Historie und Bekanntheit. Das Unternehmen verweist auf eine Nutzung des „PENGUIN“-Wortzeichens seit den 1960er-Jahren und auf Pinguin-Designs auf Bekleidung, die deutlich früher eingesetzt worden seien. Zudem führt PEI an, man habe Pudgy Penguins bereits im Oktober 2023 per Unterlassungsschreiben kontaktiert und verlangt, bestimmte Markenanmeldungen aufzugeben.
Warum der Fall über NFTs hinausweist
Für Pudgy Penguins ist der Konflikt heikel, weil er weniger die Onchain-Welt betrifft als die Brücke in den Einzelhandel. Sobald ein NFT-Projekt Logos auf Shirts, Caps oder andere Warengruppen druckt, landet es im klassischen Markenrecht und damit im Terrain, in dem Verwechslungsgefahr, Markenschutz und Registrierung zählen, nicht Community-Narrative.
Wie das Gericht die Ähnlichkeit bewertet, ist offen. Klar ist nur: Der Prozess dreht sich nicht um Tokenpreise, sondern um die Frage, wem ein Pinguin als Marke im Bekleidungsregal gehört.







