- Pump.fun passt sein Creator-Fee-Modell an und will die Anreize zwischen Token-Erstellern und Tradern neu ausbalancieren, nachdem das bisherige System Nebenwirkungen gezeigt hat.
- Der Token PUMP reagierte mit einem Kursplus von rund 11 Prozent, während die Plattform zugleich auf mehr Creator-Aktivität und steigende Onchain-Volumina verweist.
Pump.fun dreht an seinem Fee-System und liefert damit wieder Stoff für den Solana-Meme-Markt. Die Plattform hat neue Anpassungen am Creator-Fee-Modell angekündigt.
Kurz danach stieg PUMP um etwa 11 Prozent. Das Timing ist typisch: Tokenomics-Änderungen werden in diesem Segment sofort gehandelt, egal ob sie am Ende wirklich die Produktqualität erhöhen.
Dynamic Fees V1 war der Start, jetzt folgt die Korrektur am Creator-Anreiz
Vor einigen Monaten hatte Pump.fun „Dynamic Fees V1“ eingeführt. Die Idee war, mehr hochwertige Token-Launches zu fördern und ernstere Projekte mit einem Anteil der Gebühren zu kompensieren. Co-Founder Alon räumt nun ein, dass das alte System verbessert werden müsse. Nicht, weil es gar nicht funktioniert habe, sondern weil die Nebenwirkungen sichtbarer geworden seien, je größer das Ökosystem wurde.
Pump.fun beschreibt die Entwicklung als Balance-Frage: Wer bekommt wie viel vom Fee-Kuchen, und wie verhindert man, dass das Modell zu stark in Richtung eines Lagers kippt.
Laut Team habe das ursprüngliche Modell tatsächlich Creator-Aktivität und Onchain-Volumen über alle Bonding Curves hinweg erhöht. Genau dort liegt aber auch der Haken: Wenn Incentives zu leicht auszunutzen sind, kommt zwar Aktivität, aber nicht unbedingt Qualität.
Mehr Nutzer, mehr Treasury-Narrative, aber auch mehr Reibung
Die Plattform verweist zusätzlich auf wachsende Aufmerksamkeit außerhalb der reinen Retail-Schicht. Genannt wird unter anderem institutionelles Interesse, etwa weil ein Nasdaq-gelistetes Unternehmen PUMP als Teil einer Solana-basierten Treasury-Strategie aufgegriffen habe. Gleichzeitig seien streamingbasierte Token-Formate populärer geworden, was den Launch-Flow weiter beschleunigte.
Pump.fun sagt, die Aktivität habe 2025 ihren Höchststand erreicht. Viele neue Nutzer hätten Tokens direkt auf der Plattform erstellt und beworben. Das ist aus Produktsicht ein Erfolg, erhöht aber den Druck auf Regeln und Gebührenmodelle. Wenn jeder Anreiz öffentlich und automatisierbar ist, wird er auch optimiert, manchmal elegant, manchmal schmutzig.
Die angekündigten Upgrades sind daher weniger ein kosmetischer Patch als ein Governance-Moment im Kleinen. Pump.fun muss zeigen, dass es Incentives so setzen kann, dass Creator motiviert bleiben, ohne dass Trader das Gefühl bekommen, nur noch Exit-Liquidität zu stellen. In dieser Nische entscheidet oft genau dieser Eindruck.






