- Quantoz Payments ist nun Principal Member bei Visa und kann in Europa Visa-virtuelle Debitkarten selbst ausgeben.
- Die Karten sollen mit regulierten E-Geld-Token wie USDQ, EURQ und EURD verknüpft werden und Fintechs können über BIN-Sponsoring mitziehen.
Der niederländische Zahlungsdienstleister Quantoz Payments rückt näher an die Karten-Schiene heran, die in Europa immer noch den Alltag dominiert.
Das Unternehmen ist zum Principal Member von Visa ernannt worden und kann damit Visa-gebundene virtuelle Debitkarten ausgeben, die an Guthaben in seinen regulierten E-Geld-Token gekoppelt sind.
Visa-Mitgliedschaft macht Quantoz zum Karten-Emittenten
Der Schritt ist mehr als ein Logo auf der Website. Als Principal Member kann Quantoz Kartenprogramme selbst betreiben, statt sich im Hintergrund auf einen Bankpartner zu stützen.
Konkret sollen Visa-virtuelle Debitkarten an Balances in USDQ, EURQ und EURD gebunden werden, drei Token, die Quantoz als E-Geld ausgibt. Nutzer könnten diese Guthaben dann online, im stationären Handel und über Mobile Wallets ausgeben, ohne dass im Checkout ein klassischer Stablecoin-Transfer stattfindet.
Das Modell passt in die aktuelle Richtung vieler Anbieter, die Krypto- oder stablecoin-nahe Guthaben in bekannte Zahlungsformen übersetzen wollen. Die Karte bleibt Karte, die Abrechnung bleibt Visa, nur die Wertbasis im Hintergrund verändert sich. Für Händler und Acquirer klingt das banal. Für den Endkunden ist es genau der Punkt.
BIN-Sponsoring öffnet die Tür für Fintech-Partnerschaften
Zusätzlich will Quantoz als BIN-Sponsor auftreten. Das bedeutet, dass Drittanbieter, etwa Wallet- oder Fintech-Apps, die Kartenausgabe direkt in ihre Produkte integrieren können, ohne selbst eine vollständige Karteninfrastruktur aufzubauen. In der Praxis ist das oft der schnellste Weg, um neue Payment-Produkte in mehreren Ländern auszurollen, inklusive Compliance und Program Management.
Ob sich diese stablecoin-gekoppelten Kartenprogramme im Massengeschäft durchsetzen, hängt am Ende weniger an der Token-Idee als an Gebühren, FX-Logik, Limits und Support. Genau da werden die nächsten Details interessant.






