• Santiment sieht bei Ethereum kurzfristig Aufwärtspotenzial von knapp 7 Prozent bis zur Widerstandszone um 3.200 US-Dollar.
  • Niedrige Stablecoin-Renditen von rund 4 Prozent werden als Hinweis gewertet, dass der Markt noch nicht an einem markanten Top angekommen ist.

Ethereum notiert aktuell bei rund 3.000 US-Dollar und steckt in einer engen Spanne zwischen Gewinnmitnahmen und vorsichtigem Aufbau neuer Positionen. Die Analysefirma Santiment argumentiert nun, dass gerade der Blick auf Stablecoin-Renditen ein anderes Bild zeichnet als die Kursseite allein.

Yields von etwa 4 Prozent auf Stablecoins gelten im aktuellen Umfeld als verhalten. In Phasen, in denen Märkte überhitzen, steigen diese Renditen häufig deutlich an, weil Kapital aggressiv in gehebelte Strategien und riskante Protokolle fließt. Davon sei man momentan entfernt, heißt es in dem Bericht.

Vor diesem Hintergrund sehen die Analysten Spielraum, dass Ether seine jüngste Hürde bei rund 3.200 US-Dollar erneut testet. Das entspräche einem Anstieg von knapp 7 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

ETH zwischen Widerstand und Risikoappetit

Für Trader bleibt die Marke um 3.200 US-Dollar ein technischer Prüfstein. Dort traf der Kurs zuletzt auf spürbaren Verkaufsdruck. Sollte Ethereum diese Zone überzeugend überwinden, würde sich das Chartbild weiter aufhellen.

Gleichzeitig signalisiert das Renditeniveau, dass der Risikoappetit zwar vorhanden, aber nicht überdreht ist. Stablecoins parken weiterhin Kapital, das im Zweifel in ETH und andere Assets umgeschichtet werden kann.

Wie schnell diese Reserve tatsächlich in den Markt drückt, hängt von neuen Impulsen ab – sei es aus der Makro-Seite, dem ETF-Fluss oder aus der Onchain-Aktivität rund um Ethereum selbst.