- Sharplink teilte am Donnerstag mit, dass die eigenen Ethereum-Bestände weiter gewachsen sind und der Anteil institutioneller Investoren zunimmt.
- Das Unternehmen vollzieht zugleich ein Rebranding nach dem Krypto-Pivot und positioniert sich als börsennotiertes ETH-Treasury-Vehikel.
Sharplink, Inc. zählt sich inzwischen zu den größeren Corporate-Haltern von Ethereum und nutzt die Dynamik rund um Treasury-Strategien, um neue Investoren anzusprechen. Am Donnerstag erklärte das Unternehmen, seine ETH-Position sei weiter ausgebaut worden, zugleich wachse das Interesse institutioneller Adressen.
Vom Gaming-Marketing zur ETH-Treasury-Erzählung
Früher firmierte die Gesellschaft als Sharplink Gaming und war im Marketing rund um Glücksspiel aktiv. Jetzt tritt sie nur noch als Sharplink auf. Dazu kommt ein neuer Claim, „Ethereum with an edge“, sowie ein überarbeiteter Webauftritt. Das sei, so das Unternehmen, mehr als Kosmetik. Man wolle klarer zeigen, wofür Sharplink an der Börse stehen soll.
Im Kern ist es eine Positionierung als „Ethereum vehicle“ für Investoren, die Exposure zu ETH suchen, ohne selbst Wallets, Verwahrung oder operative Abläufe im Kryptomarkt aufzusetzen. Das ist nicht neu, aber der Markt wird enger. In den vergangenen Quartalen haben mehrere Firmen mit Krypto-Treasury-Narrativen ihre Kapitalmarktstory neu sortiert, mal mit Bitcoin, mal mit Ether.
Institutionelle Nachfrage, Transparenzversprechen, Kennzahlenlogik
Sharplink betont, ein wachsender Anteil der Investoren komme aus dem institutionellen Lager. Konkrete Namen oder Ticketgrößen wurden nicht genannt, der Ton ist dennoch eindeutig: Das Unternehmen sieht sich im Wettbewerb um „saubere“ Krypto-Exposure-Produkte.
CMO Mandy Campbell knüpft das Rebranding an ein Transparenzversprechen und an „messbare Ergebnisse“. In der Praxis wird Sharplink sich daran messen lassen müssen, wie nachvollziehbar Bestände, Risikomanagement und Treasury-Entscheidungen kommuniziert werden.
Gerade bei ETH spielt zusätzlich die Frage hinein, wie sich Erträge, Verwahrung und mögliche Staking-Optionen in ein börsennotiertes Setup übersetzen lassen, ohne die Governance- und Compliance-Schrauben zu locker zu drehen.







