- Seit dem 5. Dezember sind laut TKResearch Trading netto rund 80 Billionen SHIB von Börsen abgezogen worden, die Exchange-Bestände sanken von 370,3 auf 290,3 Billionen.
- Neue Wallets sollen in den vergangenen 60 Tagen etwa 82 Billionen SHIB von zentralen Börsen wie Coinbase abgezogen haben, teils um Kursniveaus von 0,0000085 US-Dollar.
Bei Shiba Inu verschiebt sich gerade sichtbar die Liquidität. Nach Auswertungen von TKResearch Trading sind seit dem 5. Dezember netto rund 80 Billionen SHIB von zentralen Börsen abgezogen worden.
Die Exchange-Bestände fielen demnach von 370,3 Billionen auf 290,3 Billionen SHIB. Solche Bewegungen sind bei Meme-Coins nicht ungewöhnlich, aber die Größenordnung ist groß genug, um Fragen nach Marktstruktur und Kontrolle der verfügbaren Liquidität aufzuwerfen.
80 Billionen netto raus, weniger SHIB auf Börsen
Der Kern der Daten ist schlicht: Weniger SHIB liegt auf Börsen, also weniger sofort handelbare Liquidität. In der Theorie kann das den Verkaufsdruck senken, weil Token, die in Self-Custody wandern, nicht mehr mit einem Klick in Market-Sell-Orders landen.
In der Praxis ist das nicht automatisch bullish. Große Abzüge können auch Vorbereitung sein, etwa für OTC-Strukturen, Custody-Wechsel oder eine andere Form der Positionierung, die sich erst später zeigt.
Interessant ist der zeitliche Zusammenhang. Der Abfluss beginnt laut den Zahlen Anfang Dezember und läuft über Wochen. Das spricht eher gegen einen einmaligen Transfer und eher für ein koordiniertes oder zumindest konsequentes Verhalten weniger großer Akteure.
Neue Wallets, Abzüge um 0,0000085 Dollar und die „Whale“-Frage
TKResearch beschreibt zudem, dass bestimmte neue Wallets in den vergangenen 60 Tagen rund 82 Billionen SHIB von CEXs wie Coinbase abgezogen hätten, teils zu Kursen um 0,0000085 US-Dollar. Das entspräche nach dieser Darstellung etwa 28 Prozent des damaligen Börsenbestands.
Wenn solche Größenordnungen stimmen, verändert das die kurzfristige Marktmechanik: Wer Liquidität kontrolliert, kann Spreads und Volatilität beeinflussen, einfach weil weniger Supply im sichtbaren Orderbuch liegt.
Für Trader ist das ein zweischneidiges Signal. Sinkende Exchange-Bestände können die Angebotsseite verengen, gleichzeitig steigt das Konzentrationsrisiko.
Wenn wenige Wallets große Teile halten, hängt der Markt stärker an deren Timing. SHIB bleibt damit, wie so oft, weniger ein Fundament-Trade als eine Frage, wer gerade die Tokens hält und wer bereit ist, sie wieder zurück ins Orderbuch zu geben.






