- Die Shiba-Inu-Community stimmt im September 2025 über die erste Regierung des dezentralen „Shib State“ ab.
- Tokenholder wählen bis zu zehn Vertreter, die Protokollparameter, Treasury-Ausgaben und Shibarium-Upgrades bestimmen.
Der geplante „Shib State“ soll eine formelle Governance-Architektur einführen, die auf öffentlicher Wahl basiert. In der ersten Abstimmungsrunde können SHIB-, BONE- und LEASH-Besitzer ihre Stimmen über die Plattform SHIB.io abgeben. Gewählt wird ein zehnköpfiges Governance-Board namens „Shib DLT Council“. Laut Projektunterlagen kann es mit einfachem Mehrheitsvotum Protokolländerungen, Treasury-Allokationen und Layer-2-Upgrades genehmigen. Sämtliche Beschlüsse werden in einem Multisignature-Smart-Contract implementiert, um Abweichungen von den Wahlergebnissen auszuschließen. Die Mandatsdauer beträgt zwölf Monate; eine einmalige Wiederwahl ist zulässig.
Kandidatenauswahl und Wahlverfahren
Bis zum 31. August können sich Entwicklerinnen, Community-Leads und unabhängige Stakeholder als Kandidaten registrieren. Der Bewerbungsprozess umfasst die Offenlegung der Wallet-Adressen, eine kurze Agenda sowie die Unterzeichnung einer Transparenz-Charta. Das Wahlfenster öffnet am 5. September, die Auszählung erfolgt vollautomatisch auf Basis des TREAT-Governance-Tokens, dessen Konvertierungsrate zu SHIB, BONE und LEASH zuvor in einer Snapshot-Abstimmung festgelegt wurde. Für den Einzug in das Council ist keine absolute Mindeststimmenzahl erforderlich; Kandidaten müssen jedoch mindestens 1 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichen, um die Dezentralisierung zu gewährleisten. Stimmrechte sind nicht übertragbar und jedes Wallet darf nur einmal abstimmen, was durch Zero-Knowledge-Proofs verifiziert wird.
Die Einführung des „Shib State“ markiert den nächsten Schritt im Ausbau des Shiba-Ökosystems von einem reinen Meme-Token hin zu einer umfassenden DeFi-Plattform. Durch die institutionalisierte Governance erwarten die Initiatoren schnellere Entscheidungen zu Shibarium-Roll-outs, neuen DEX-Funktionen und künftigen Stablecoin-Implementierungen. Entwickler betonen, dass das Modell flexibel bleibt: Nach dem ersten Amtsjahr soll die Community per Referendum über Änderungen an Ratsgröße, Amtszeit und Vetorechten entscheiden können.