• Onchain-Daten deuten darauf hin, dass rund 88,5 Prozent des SIREN-Angebots von einer eng verbundenen Wallet-Gruppe kontrolliert werden.
  • Unter den 54 größten Haltern sollen 52 Adressen derselben Einheit zuzuordnen sein, während eine Verbindung zu DWF Labs im Markt diskutiert wird.

Bei SIREN rückt nicht der Kurs allein in den Vordergrund, sondern die Besitzstruktur. Genau dort wird es gerade unangenehm eng.

52 der größten Wallets deuten auf einen dominanten Akteur

Laut EmberCN kontrollieren die SIREN-Wale rund 88,5 Prozent des Gesamtangebots. Berücksichtigt man die Bestände auf zentralisierten Börsen, nähert sich dieser Prozentsatz dem frei handelbaren Spot-Angebot noch weiter an.

Besonders auffällig ist die Verteilung auf die größten Adressen. Von den 54 größten Wallets sollen 52 ein und demselben Inhaber gehören. Lediglich die Burn-Adresse und eine Binance Web3-Wallet bilden Ausnahmen.

Ein Teil dieser Struktur wirkt frisch aufgebaut. Laut den Daten wurden 48 der betreffenden Adressen erst vor Kurzem konsolidiert. Vier weitere Wallets lassen sich auf Käufe von Ende Juni bis Anfang Juli des vergangenen Jahres zurückführen.

Das legt nahe, dass die Kontrolle nicht zufällig entstanden ist, sondern über längere Zeit vorbereitet oder zumindest systematisch organisiert wurde.

Der Blick fällt auf DWF Labs und auf den Kursanstieg

Im Markt wird die Wallet-Gruppe mit DWF Labs in Verbindung gebracht. Belegt ist bislang vor allem, dass eine öffentliche DWF-Wallet rund 3 Millionen SIREN hielt und in den vergangenen Tagen Token bewegt hat. Mehrere Berichte stellen genau diese Transfers in Zusammenhang mit der größeren Adressstruktur, auch wenn eine vollständige öffentliche Bestätigung dafür bisher nicht vorliegt.

Brisant wird das Ganze, weil SIREN in nur anderthalb Monaten um rund das 30-Fache gestiegen sein soll. Bei einer derart konzentrierten Verteilung bekommt jede Rally einen anderen Beigeschmack.

Nicht zwingend Manipulation, aber eben auch kein Markt mit breiter Streuung. Für Trader heißt das vor allem, dass Liquidität, Preisbildung und Abgabedruck sehr viel stärker von einzelnen Wallet-Entscheidungen abhängen können, als es die reine Kursbewegung vermuten lässt.