- 2025 sind laut Stablewatch mindestens 59 neue Stablecoins gestartet, von US-Treasury-Token bis zu nicht USD-gebundenen Varianten.
- Die Zahl zeigt, wie stark sich Stablecoins von „ein paar Dollar-Token“ zu einer eigenen Produktkategorie mit unterschiedlichen Risikomodellen entwickeln.
Stablecoins sind 2025 nicht nur gewachsen, sie sind zerfasert. Nach Daten von Stablewatch sind im Jahresverlauf mindestens 59 neue Stablecoins an den Start gegangen. Das Spektrum reicht von treasury-gestützten Dollar-Token bis zu krypto-besicherten Konstruktionen und nicht USD-denominierten Varianten. Ein einzelner „Dollarcoin“ ist damit eher die Ausnahme als der Standard, zumindest bei neuen Launches.
US-Treasuries als Basis, aber nicht mehr nur von Banken
Von den 59 Launches entfallen laut der Auswertung 16 auf US-Treasury-gestützte Stablecoins. Dazu zählen Beispiele wie Ripples RLUSD oder USD1 aus dem WLFI-Umfeld. Diese Kategorie wirkt auf den ersten Blick am „traditionellsten“, weil sie an kurzlaufende Staatsanleihen und damit an ein sehr bekanntes Risikoprofil andockt. Gleichzeitig ist sie politisch heikel, weil sie Tokenisierung direkt in die Dollar-Infrastruktur schiebt, inklusive Reservefragen, Verwahrung und Aufsicht.
Dass parallel 22 Stablecoins als krypto-besichert eingeordnet werden, zeigt die andere Seite des Markts. Hier geht es eher um Protokolldesign und Onchain-Risiko. Beispiele wie USDf oder DUSD stehen für Modelle, die Stabilität über Collateral, Liquidationslogik und Marktmechanik herstellen. Diese Tokens sind oft flexibler, aber sie sind auch empfindlicher, wenn Volatilität und Liquidität kippen.
Nicht USD wird sichtbarer, Euro und Yen drängen nach vorne
Auffällig ist die Zahl der nicht USD-gebundenen Stablecoins. 16 Launches fallen in diese Kategorie, darunter DEURO oder JPYC. Das ist kein Angriff auf den Dollar, eher ein Zeichen, dass Stablecoins als Zahlungs- und Abwicklungsrail in mehr Währungsräumen gedacht werden. Wer Remittances oder Handel abbildet, will nicht immer durch USD routen.
Die restlichen fünf Projekte landen laut Stablewatch in „sonstige“ Modelle. Genau dort wird es spannend, weil sich in dieser Ecke oft neue Hybrid-Formen testen, bevor sie eine eigene Kategorie bekommen. 2025 wirkt damit wie ein Jahr, in dem Stablecoins nicht mehr nur größer wurden, sondern vor allem vielfältiger.






