- Steak ’n Shake hat laut eigener Aussage Bitcoin im Wert von 10 Mio. US-Dollar für die Treasury gekauft und spricht von rund 105 BTC zu aktuellen Preisen.
- Seit dem Lightning-Rollout im Mai 2025 fließen BTC-Zahlungen von Kunden nach Unternehmensangaben direkt in eine „Strategic Bitcoin Reserve“, statt in Fiat umgetauscht zu werden.
Steak ’n Shake macht aus seinem Krypto-Experiment eine Treasury-Story. Die 91 Jahre alte Burgerkette teilte am Freitag mit, sie habe Bitcoin im Wert von 10 Millionen US-Dollar für ihre Unternehmensreserve gekauft.
Nach Angaben des Unternehmens entspricht das bei aktuellen Kursen grob 105 BTC. Es ist die erste öffentlich genannte direkte Allokation, seit Steak ’n Shake im Mai 2025 damit begonnen hat, Krypto-Zahlungen zu akzeptieren.
10 Millionen Dollar BTC, eingehende Zahlungen werden nicht verkauft
Das Unternehmen spricht von einer „Strategic Bitcoin Reserve“ und betont, dass alle Bitcoin, die von Kunden hereinkommen, in diese Reserve fließen. Anders gesagt: kein unmittelbares Umtauschen in Cash, kein klassisches Payment-Processing-Modell, bei dem Krypto nur ein Frontend ist. Steak ’n Shake beschreibt das als „self-sustaining system“, in dem steigende Same-Store-Sales die Reserve wachsen lassen.
Der Satz ist Marketing-tauglich, aber die Mechanik dahinter ist klar. Wer BTC als Zahlungsoption anbietet und die Coins hält, macht sich automatisch volatilitätsanfällig. Dafür entsteht ein Narrativ, das viele Unternehmen gerade suchen: alternative Treasury-Strategie, aber gekoppelt an operativen Flow statt an reine Bilanzwette.
Lightning seit Mai 2025, Gebührenersparnis als operatives Argument
Steak ’n Shake hatte Mitte Mai 2025 Lightning-Network-Zahlungen in allen US-Filialen aktiviert. Das sei damals auch öffentlich unterstützt worden, unter anderem von Jack Dorsey. Das Unternehmen behauptet, die Transaktionskosten seien im Vergleich zu Kreditkarten um fast 50 Prozent gesunken. Zudem meldete Steak ’n Shake, die Same-Store-Sales seien in den Folgemonaten um etwa 15 Prozent gestiegen.
Ob die Umsatzentwicklung kausal an Krypto hängt, lässt sich von außen schwer belegen. Aber die Kombination aus niedrigeren Payment-Fees und Aufmerksamkeit ist in der Gastronomie ein bekanntes Muster. Wer Gebühren drückt und eine zusätzliche Story bekommt, kann beides gleichzeitig mitnehmen.
Mit dem 10-Millionen-Kauf wird aus „wir akzeptieren Lightning“ nun eine klare Treasury-Position. Das ist der Schritt, der Märkte meist stärker interessiert als das Bezahlen selbst.






