- Der Gesamtwert tokenisierter Real-World Assets liegt laut Nexus bei 24,9 Milliarden US-Dollar und ist in einem Jahr nahezu um das Vierfache gewachsen.
- US-Treasuries und Rohstoffe trugen 58 Prozent des Wachstums, gleichzeitig sank der Treasury-Anteil am Gesamtmarkt von 59 auf 43 Prozent.
Der Markt für tokenisierte Real-World Assets zieht weiter an. Nexus beziffert den Gesamtwert inzwischen auf 24,9 Milliarden US-Dollar, fast viermal so viel wie vor einem Jahr. Das ist kein Nischenwert mehr, sondern eine Größe, die in Treasury-Desks und bei Krypto-Infrastrukturanbietern zunehmend als eigenes Segment geführt wird.
Treasuries verlieren Anteil, obwohl sie weiter wachsen
Ein Detail sticht heraus. US-Staatsanleihen bleiben zwar ein Schwergewicht, ihr Anteil am gesamten RWA-Markt ist laut Nexus aber von 59 auf 43 Prozent gefallen. Das ist nicht automatisch ein Rückzug aus Treasuries. Es heißt vor allem, dass andere tokenisierte Anlageklassen schneller gewachsen sind und den Markt breiter machen.
Für Plattformen und Verwahrer ist das relevant, weil sich damit die Anforderungen verschieben. Treasury-Produkte sind oft standardisierter, klarer in der Bewertung und einfacher in der Abwicklung. Sobald der Mix vielfältiger wird, steigen Komplexität und die Zahl der Schnittstellen, von Preisfeeds bis zu Settlement-Logik und Reporting.
Commodities treiben mit, der RWA-Mix wird vielfältiger
Nexus ordnet 58 Prozent des Wachstums US-Treasuries und Rohstoffen zu. Rohstoffe liefern dabei eine andere Dynamik als Anleihen. Sie bringen stärkere Preisbewegungen, andere Liquiditätsmuster und meist auch andere Investorengruppen, oft näher an Trading als an reines Cash-Management.
Dass der Markt diversifizierter wird, ist auch ein Hinweis darauf, wie RWA-Produkte genutzt werden. Nicht nur als tokenisierte Parkposition, sondern zunehmend als Baustein für Collateral, Margin-Setups oder strukturierte Produkte, je nach Plattform.
Die Frage wird damit praktischer: Welche Assets lassen sich verlässlich tokenisieren, wie werden sie verwahrt, und wie sauber lässt sich das Offchain-Recht in Onchain-Prozesse übersetzen.






