• US-Spot-Bitcoin-ETFs verbuchen an zwei Handelstagen Abflüsse von insgesamt 686 Mio. Dollar, während der Bitcoin-Preis auf rund 65.000 Dollar abrutscht.
  • Trotz der kurzfristigen Verkäufe halten die 12 US-Bitcoin-ETFs weiterhin Vermögenswerte in Höhe von 6,34 Prozent der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung.

Der jüngste Rutsch des Bitcoin-Kurses unter 66.000 US-Dollar hat unmittelbar Spuren in den US-Spot-ETFs hinterlassen. Am Donnerstag flossen insgesamt 410,37 Millionen Dollar aus den zwölf gelisteten Produkten ab, nachdem starke US-Arbeitsmarktdaten die Erwartung sinkender Zinsen weiter nach hinten verschoben hatten.

Abflüsse konzentrieren sich auf Schwergewichte BlackRock und Fidelity

Binnen zwei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 686,27 Millionen Dollar. Keiner der Fonds konnte neue Mittel anziehen, zwei Vehikel von WisdomTree und Hashdex blieben schlicht unverändert. Die größten Abzüge entfielen auf die Marktführer: BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) meldete Nettoabflüsse von 157,56 Millionen Dollar, Fidelitys FBTC verzeichnete 104,13 Millionen Dollar.

Auch Produkte von Grayscale und Bitwise standen auf der Verkaufsseite. Zusammen wurden dort rund 65 Millionen Dollar abgezogen. Für professionelle Investoren wirkt das wie ein klassischer „De-Risking“-Move in einem Umfeld, in dem makroökonomische Daten plötzlich wieder wichtiger werden als Narrative rund um digitale Knappheit.

Langfristige Zuflüsse bleiben deutlich im Plus

Trotz des kurzen, aber deutlichen Gegenwinds fällt die Bilanz der US-Spot-Bitcoin-ETFs über den gesamten Einführungszeitraum weiterhin klar positiv aus. Seit dem Start vor zwei Jahren summierten sich die Nettozuflüsse auf 54,31 Milliarden Dollar.

Die Fonds halten damit aktuell Vermögenswerte, die 6,34 Prozent der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung entsprechen. Für institutionelle Anleger bleibt der ETF-Sektor damit ein zentrales Vehikel, um Engagement im Bitcoin-Markt aufzubauen oder auch wieder selektiv zu reduzieren, wie die jüngsten Zahlen zeigen.