- Zwei US-Senatoren fordern das Finanzministerium auf, ein 500-Millionen-Investment aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in World Liberty Financial genauer zu prüfen.
- Im Zentrum stehen Fragen nach nationaler Sicherheit, ausländischem Einfluss und dem Zugang zu sensiblen Finanzdaten in einem Trump-nahen Krypto-Venture.
Die politische Debatte um Krypto und nationale Sicherheit bekommt eine neue Facette. Zwei demokratische Senatoren wollen wissen, wie eng ein milliardenschweres Krypto-Projekt mit ausländischem Kapital verflochten ist.
Brief an Bessent rückt CFIUS in den Mittelpunkt
In einem Schreiben an Finanzminister Scott Bessent fordern die Senatoren Elizabeth Warren aus Massachusetts und Andy Kim aus New Jersey das US-Finanzministerium auf, ein mutmaßliches Investment aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in World Liberty Financial (WLFI) zu untersuchen.
Konkret geht es um ein Abkommen, bei dem ein VAE-gestütztes Vehikel rund 49 Prozent an WLFI für etwa 500 Millionen US-Dollar erworben haben soll. Nach Darstellung der Senatoren sei der Deal wenige Tage vor der Amtseinführung von Donald Trump abgeschlossen worden. Der Fonds wäre damit größter externer Anteilseigner und zugleich der einzige öffentlich bekannte Investor außerhalb des Trump-Umfelds.
Die Senatoren fordern Bessent in seiner Rolle als Vorsitzender des Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) auf, offenzulegen, ob die Transaktion überhaupt gemeldet wurde. Falls nicht, solle CFIUS prüfen, ob eine nachträgliche, „umfassende und unparteiische“ Prüfung angebracht sei.
Sorgen um Datenzugang und politischen Einfluss
Im Hintergrund steht die Frage, welche Datenströme ein Krypto-Unternehmen mit globaler Reichweite erzeugt und wer diese potenziell auswerten kann. Warren und Kim sprechen explizit Risiken für die nationale Sicherheit an, falls ein ausländischer Mehrheitsinvestor Einblick in sensible Finanz- und Nutzerdaten erhält.
Der Fall reiht sich damit in eine breitere Diskussion ein, wie die USA mit ausländischem Kapital in Infrastruktur-ähnlichen Digitalprojekten umgehen, in denen Finanztechnologie, Politiknähe und internationale Interessen unmittelbar aufeinandertreffen.







