- US-Spot-Bitcoin-ETFs nahmen am Dienstag netto 166,6 Mio. Dollar auf und verlängerten die Zuflussserie auf drei Handelstage.
- Die bisherigen Wochenzuflüsse von 311,6 Mio. Dollar liegen nur knapp unter den Abflüssen der Vorwoche von 318 Mio. Dollar.
Die Richtung dreht, zumindest im ETF-Kanal. US-Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten am Dienstag Nettozuflüsse von 166,6 Millionen Dollar und kommen damit in dieser Woche bislang auf 311,6 Millionen Dollar. Das ist bemerkenswert nah an den Nettoabflüssen der Vorwoche, die bei 318 Millionen Dollar lagen.
Bitcoin selbst notierte zuletzt um 66.741 Dollar. Der Preis ist für die ETF-Story weniger Beiwerk als Hintergrundrauschen: In Phasen sinkender Kurse wird besonders genau beobachtet, ob Zuflüsse echte Nachfrage signalisieren oder nur taktische Rebalancings sind.
Drei positive Sessions, aber die Bilanz ist noch fragil
Der Dienstag war bereits die dritte Sitzung in Folge mit Nettozuflüssen. Damit wirkt es so, als hätten sich Käufer nach den jüngsten Abgaben wieder zurückgemeldet, zumindest über regulierte Vehikel. Die Vorwoche war dagegen ein klarer Rückschritt und markierte die dritte Verlustwoche hintereinander.
In Summe liefen in den drei Wochen zuvor mehr als drei Milliarden Dollar netto aus den Produkten ab. Das ist die Zahl, die auf den Schreibtischen hängen bleibt, weil sie etwas über die Geduld großer Allokatoren sagt.
Zuflüsse als Stimmungsbarometer, nicht als Kursgarantie
Für den Markt sind ETF-Flows ein Stimmungsindikator mit Verzögerung. Institutionelle Orders kommen oft in Wellen, häufig auch in Verbindung mit Risiko- und Liquiditätsmanagement, nicht zwingend aus einem plötzlichen Glaubenswechsel.
Dass die laufende Woche die Vorwoche fast ausradiert, ist trotzdem ein Signal. Es zeigt, wie schnell sich Positionierungen drehen können, wenn die makroseitige Unsicherheit hoch bleibt und Bitcoin gleichzeitig als liquide Risiko-Position gehandelt wird.







