• In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist mit USDU ein US-Dollar-Stablecoin gestartet, der als erster „Foreign Payment Token Issuer“ bei der Zentralbank registriert sein soll.
  • Das Projekt zielt auf digitale Abwicklung und Settlement im regulierten Rahmen der Payment Token Services Regulation, um institutionelle Nutzung zu erleichtern.

Die Vereinigten Arabischen Emirate bauen ihren Stablecoin-Rahmen weiter aus, diesmal mit einem klaren Regulierungslabel.

Universal hat den Start von USDU bekannt gegeben, einem an den US-Dollar gebundenen Stablecoin. Das Unternehmen sagt, es sei der erste „Foreign Payment Token Issuer“, der bei der Zentralbank der VAE registriert ist. Gleichzeitig bezeichnet Universal USDU als ersten Token dieser Art, der unter der Payment Token Services Regulation (PTSR) registriert wurde.

PTSR-Registrierung als Signal an Institutionen

In einer Region, die digitale Assets stark über Regulierung und Infrastruktur skaliert, ist diese Einordnung entscheidend. Stablecoins werden für den Alltag gern als „digitaler Dollar“ beschrieben. Für Institutionen zählt aber weniger der Slogan als die Frage, wer den Token ausgeben darf, wie Reserveführung kontrolliert wird und welche Aufsicht dahintersteht. Genau hier setzt Universal mit dem Zentralbank-Label an.

Universal-Manager Juha Viitala spricht von einem „Benchmark“ für regulierten digitalen Wert und betont, die Registrierung gebe Institutionen die Klarheit und das Vertrauen, auf das sie gewartet hätten. Das ist, nüchtern betrachtet, der Markt, um den es in den VAE gerade geht: Settlement und Abwicklung über digitale Rails, aber ohne den Wildwest-Ruf.

Warum ein regulierter USD-Stablecoin in den VAE relevant ist

USDU soll digitale Asset-Abwicklung erleichtern, also Zahlungen und Settlement zwischen Marktteilnehmern, die nicht jedes Mal über traditionelle Bankfenster gehen wollen. Die VAE positionieren sich seit Jahren als Hub für Krypto, Tokenisierung und Finanzinnovation. Ein zentralbank-registrierter Stablecoin passt in diese Strategie, weil er die Lücke zwischen Krypto-Exchanges, institutionellen Handelsplätzen und traditionellen Zahlungswegen schließen kann.

Die praktische Frage wird sein, wie schnell sich USDU in den Markt integriert. Adoption hängt an Liquidity, On- und Offramps, Akzeptanz bei Banken, Börsen und Zahlungsdienstleistern. Auch die Transparenz über Reserven und die operative Einlösbarkeit werden darüber entscheiden, ob USDU eher ein Infrastruktur-Token wird oder ein weiteres Symbolprojekt.

Das Signal ist dennoch klar: Die VAE versuchen, Stablecoins nicht nur zu tolerieren, sondern in einen offiziellen Rahmen zu ziehen. Wer im Settlement-Markt mitspielen will, braucht Regulierung. USDU will genau diese Eintrittskarte liefern.