- Der kumulierte Verkaufsdruck auf Altcoins ohne Bitcoin und Ethereum ist auf rund minus 209 Milliarden US Dollar gestiegen.
- On-Chain Daten deuten darauf hin, dass Anleger breite Risiko Exponierung abbauen, während nur wenige Narrative Token noch kurzfristige Rallyes zeigen.
Der Altcoin Markt steht so stark unter Druck wie seit Jahren nicht mehr. Während einzelne Narrative Token immer wieder aufflackern, ziehen Anleger in der Breite Kapital ab und lösen Positionen auf.
209 Milliarden Dollar Nettoverkäufe seit Anfang 2025
Laut CryptoQuant hat der Verkaufsdruck auf Altcoins (ohne Bitcoin und Ethereum) mittlerweile ein Minus von rund 209 Milliarden US-Dollar erreicht. Dies entspricht dem Nettoeffekt kumulierter Käufe und Verkäufe im betrachteten Zeitraum.
Seit Januar 2025 hat sich dieser Wert deutlich ins Negative verschoben, nachdem er zuvor nahe null lag, als Angebot und Nachfrage annähernd im Gleichgewicht waren.
Das aktuelle Minus markiert Werte, die zuletzt 2021 erreicht wurden. Damals war der Markt noch klar von einem Bullenzyklus getrieben, heute wirkt das Bild nüchterner.
Viele Anleger scheinen Gewinne aus früheren Phasen mitzunehmen oder Verluste endgültig zu realisieren. Für neue Zuflüsse in die Breite der Altcoins gibt es dagegen derzeit nur wenige Signale.
Narrative Token bleiben Ausnahme, nicht die Regel
Parallel dazu verzeichnen einige wenige Token, die in dominante Erzählungen passen, immer wieder kurzfristige Aufwärtsbewegungen. Meme Coins, KI Narrative oder einzelne Layer 1 Geschichten sorgen für zweistellige Tagesbewegungen. Im On Chain Bild ändern diese Episoden jedoch wenig.
Die Nettoverkäufe bleiben hoch, was darauf hindeutet, dass frische Nachfrage punktuell bleibt und überwiegend spekulativen Charakter hat.
Für viele Projekte bedeutet das, dass Kurserholungen eher als Liquiditätsschübe genutzt werden, um bestehende Bestände abzubauen, als dass strukturell neues Kapital aufgebaut wird.






