- X erlaubt bezahlte Krypto-Posts nun im Rahmen eines neuen Paid-Partnerschaft-Systems.
- In der EU, Großbritannien und Australien müssen diese Partnerschaften gesperrt oder unsichtbar bleiben
X schiebt seine Monetarisierungsregeln weiter in Richtung Creator-Ökonomie, zieht bei Krypto aber zugleich eine klare geografische Grenze. Bezahlte Promotions für Krypto-Inhalte sind auf der Plattform jetzt grundsätzlich möglich, allerdings nicht überall. In der Europäischen Union, in Großbritannien und auch in Australien bleiben solche Inhalte für Nutzer gesperrt oder dürfen gar nicht erst sichtbar werden.
Mehr Spielraum für Creator, aber nur unter neuem Label
Der Kern der Änderung ist ein neues Kennzeichnungssystem für bezahlte Partnerschaften. X verlangt damit, dass gesponserte Inhalte als solche markiert werden, wenn eine dritte Marke einen Nutzer für die Promotion eines Produkts oder einer Dienstleistung bezahlt oder anderweitig incentiviert. Das betrifft klassische Influencer-Deals ebenso wie andere kompensierte Kooperationen. Nutzer können Inhalte dabei selbst als bezahlte Partnerschaft kennzeichnen.
Für die Krypto-Branche ist das nicht ganz nebensächlich. X ist seit Jahren eine der zentralen Plattformen für Projekte, Börsen, Analysten und Trader. Wenn sich bezahlte Reichweite dort leichter organisieren lässt, verschiebt das auch, wie Kampagnen rund um Token, Produkte oder neue Dienste ausgespielt werden. Nur eben nicht global.
Strenge Märkte bleiben außen vor
Gerade in Europa und Großbritannien wird die Linie enger. Dort müssen Influencer und Partner selbst sicherstellen, dass bezahlte Krypto-Posts blockiert oder für Nutzer nicht sichtbar sind. Der Grund liegt in den dort deutlich strengeren Vorgaben für Finanzwerbung, die in den vergangenen Jahren bereits zu schärferem Vorgehen gegen unerlaubte Krypto-Promotions geführt haben.
X verkauft den Schritt als Balance zwischen Geschäft und Transparenz. Die Plattform will Creatorn mehr Spielraum geben, ihre Reichweite zu monetarisieren, ohne dass versteckte Werbung das Vertrauen in Inhalte weiter aushöhlt. Genau da liegt auch die eigentliche Stoßrichtung. Mehr Vermarktung ist erlaubt, aber sichtbarer, formaler und in regulierten Märkten deutlich enger begrenzt.







