- Am 31. Dezember (ET) meldeten sämtliche Bitcoin-Spot-ETFs Nettoabflüsse von insgesamt 348 Millionen US-Dollar, keiner der Fonds konnte frisches Kapital anziehen.
- Ethereum-Spot-ETFs verzeichneten am gleichen Tag Nettoabflüsse von 72,06 Millionen US-Dollar, während Solana-ETFs 2,29 Millionen US-Dollar und XRP-ETFs 5,58 Millionen US-Dollar an Zuflüssen verbuchten.
Der allerletzte Handelstag des Jahres hat noch einmal klar gemacht, wo institutionelle Anleger aktuell vorsichtiger werden.
Nach Daten von SoSoValue flossen am 31. Dezember insgesamt 348 Mio. US-Dollar aus den zwölf US-Spot-Bitcoin-ETFs ab. Keiner der Fonds – auch nicht die großen Flaggschiffe – verzeichnete Nettozuflüsse.
Ähnlich das Bild bei Ethereum: Die neun Spot-ETFs auf ETH meldeten zusammen Nettoabflüsse von 72,06 Mio. US-Dollar, ebenfalls ohne einzelne Produkte im Plus.
Die Bewegungen passen zu klassischen Year-End-Rebalancings: Fondsmanager realisieren Gewinne, ziehen Risiko aus dem Buch und justieren Allokationen im Hinblick auf neue Makro-Szenarien und regulatorische Unsicherheit im kommenden Jahr.
Altcoin-ETFs mit leichten, aber stabilen Zuflüssen
Trotz des Gegenwinds bei BTC und ETH zeigen sich Solana und XRP als relative Lichtblicke. Die Spot-SOL-ETFs verbuchten am selben Tag Zuflüsse von 2,29 Mio. US-Dollar. Noch stärker fiel der Zustrom bei XRP aus: 5,58 Mio. US-Dollar neues Kapital wanderten in die entsprechenden Produkte.
Die absoluten Beträge sind im Vergleich zu den Bitcoin-Strömen überschaubar, doch das Muster ist erkennbar: Ein Teil des Kapitals rotiert nicht komplett aus Krypto heraus, sondern sucht gezielt Alternativen innerhalb des Sektors.
Solana profitiert von seinem Hochfrequenz- und DeFi-Narrativ, XRP von der Rolle im Zahlungs- und Bankenökosystem.
Mit dem Jahreswechsel steht damit eine Marktstruktur, in der Bitcoin und Ethereum zwar weiter dominieren, die ETF-Zuflüsse aber deutlich selektiver werden – und in der liquide Altcoin-ETFs zunehmend als taktische Bausteine in institutionellen Portfolios auftauchen.






