- ARK Invest erwartet, dass digitale Assets bis 2030 auf rund 28 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung wachsen könnten, getrieben von Bitcoin, DeFi und Tokenisierung.
- In ARKs Modell würde Bitcoin etwa 70 Prozent dieses Marktes ausmachen, was bei gleichbleibender Angebotsdynamik in Richtung 950.000 bis 1 Mio. US-Dollar pro BTC deuten könnte.
ARK Invest legt für 2030 eine große Zahl auf den Tisch. In seinem Report „Big Ideas 2026“ prognostiziert das Haus um Cathie Wood, dass digitale Assets bis zum Ende des Jahrzehnts auf eine Marktkapitalisierung von rund 28 Billionen US-Dollar anwachsen könnten. Als Treiber nennt ARK vor allem die zunehmende Bitcoin-Adoption und den Übergang von Krypto in ein institutionelleres Marktregime.
61 Prozent CAGR und ein Markt, der sich um Bitcoin konzentriert
ARK rechnet für den Gesamtmarkt mit einem Wachstum von etwa 61 Prozent pro Jahr. In dieser Rechnung würde Bitcoin rund 70 Prozent der 28 Billionen US-Dollar ausmachen. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern der Kern des Modells: Krypto wächst, aber nicht breit verteilt, sondern stark konzentriert auf das Asset, das in institutionellen Portfolios als erster Eintrittspunkt gilt.
Aus dieser Konzentration folgt dann auch ARKs Preisrahmen. Wenn bis 2030 ungefähr 20,5 Millionen Bitcoin gemined sind, könnte ein Bitcoin-Preis im Bereich von 950.000 bis 1 Million US-Dollar plausibel werden, sofern die Nachfrage so skaliert wie im Szenario unterstellt. Das sind Modellannahmen, keine Kursansage für nächste Woche. Aber sie zeigen, wie ARK die Angebotsseite gegen potenziellen institutionellen Kapitalzufluss stellt.
ETF- und Treasury-Nachfrage als sichtbares Signal
ARK argumentiert, dass Bitcoin gerade als „Leader einer neuen institutionellen Assetklasse“ reift. Als konkretes Indiz nennt das Haus, dass Bitcoin-ETFs und Unternehmenshalter ihren Anteil am Gesamtangebot 2025 von 8,7 auf 12 Prozent erhöht hätten. Das ist ein Hinweis darauf, dass mehr Coins in Strukturen wandern, die tendenziell länger halten und weniger taktisch handeln als Retail.
Neben Bitcoin verweist ARK auf DeFi und Tokenisierung als zweite Wachstumsachse. Die Logik ist dabei weniger „mehr Coins“, sondern mehr Finanzaktivität auf Krypto-Rails. Ob der Markt tatsächlich so schnell wächst, hängt am Ende an Regulierung, Produktzugang, makroökonomischem Umfeld und daran, ob die Industrie die nächste Welle ohne neue Vertrauensbrüche übersteht. ARK setzt darauf, dass sie es tut.






