- Base will zentrale Komponenten in eine eigene, einheitliche Codebasis überführen, und Node-Betreiber sollen künftig Base-Release-Versionen folgen.
- Die Layer-2 plant häufiger zu upgraden und perspektivisch von optimistischen Beweisen in Richtung TEE- und ZK-basierter Proofs zu gehen, was auch die Einnahmenteilung mit Optimism berühren könnte.
Base, die große Ethereum-Layer-2 aus dem Coinbase-Umfeld, plant einen deutlichen Umbau ihrer technischen und organisatorischen Abhängigkeiten. Künftig sollen wesentliche Netzwerk-Bausteine in einer eigenen, konsolidierten Codebasis landen. Node-Operatoren wären dann nicht mehr einfach Teil eines breiten OP-Stack-Release-Zyklus, sondern müssten den von Base veröffentlichten Versionen folgen.
Eigene Releases statt OP-Stack-Taktung
Dem Bericht zufolge plant Base, sich in den kommenden Monaten schrittweise von Optimisms OP-Stack zu lösen, ohne das Unternehmen jedoch vollständig aufzugeben. Base wird weiterhin als „OP Enterprise“-Kunde mit Optimism zusammenarbeiten, sich aber stärker auf die eigene Entwicklung und Veröffentlichung konzentrieren.
Das Ziel ist mehr Geschwindigkeit. Base spricht davon, die Upgrade-Frequenz von drei auf sechs Hard-Fork- beziehungsweise Upgrade-Zyklen pro Jahr zu erhöhen. Das klingt nach „mehr Features“, ist in der Praxis aber vor allem Prozess: Testen, Koordination, Rollout, Notfallpfade. Und am Ende die Frage, wie strikt Operatoren und Infrastruktur-Anbieter die neue Release-Disziplin mitgehen.
Proof-Roadmap: von optimistisch Richtung TEE und ZK
Technisch steckt noch ein größerer Anspruch dahinter. Base will langfristig von rein optimistischen Beweisen weg und in künftigen Hard Forks TEE- und später ZK-basierte Proofs vorantreiben. Das ist ein Richtungswechsel, weil damit Sicherheitsannahmen, Latenzprofile und Implementierungskomplexität neu austariert werden müssen.
Neben der Technik hat der Schritt auch eine ökonomische Kante. Base gilt als umsatzstärkste L2 im OP-Stack-Ökosystem. Mehr Unabhängigkeit könnte bedeuten, dass Base perspektivisch Sequencer-Einnahmen nicht mehr wie bisher mit Optimism teilt. Ob und wann das tatsächlich so umgesetzt wird, hängt am Ende an Vertrags- und Governance-Details, aber die Richtung ist erkennbar.







