• Binance hat nach eigenen Angaben und Onchain-Daten weitere 4.225 Bitcoin für den SAFU-Reservefonds gekauft.
  • Der Bitcoin-Bestand des Fonds liegt damit bei aktuellen Kursen bei mehr als 720 Millionen US-Dollar, während Binance die vollständige Umstellung innerhalb von 30 Tagen anpeilt.

Binance hat seine Notfallreserven erneut in Richtung Bitcoin verschoben. Am Montag flossen nach Angaben des Unternehmens und auf Basis von Onchain-Beobachtungen weitere 4.225 BTC in die Wallet des Secure Asset Fund for Users, kurz SAFU. Der Zukauf entspricht rund 300 Millionen US-Dollar, je nach Kursniveau.

Die Bewegung fällt in eine Phase, in der der Markt nach einem Abverkauf weiterhin nervös wirkt. Während viele große Coins zuletzt nachgaben, setzt Binance bei seinem Schutzfonds damit weiter auf den Effekt einer Bitcoin-gestützten Reserve. Der Schritt ist Teil einer laufenden Umstellung, die Binance vor einigen Wochen angekündigt hatte.

Arkham-Daten und Zeitplan: Umstellung binnen 30 Tagen geplant

Laut Daten der Blockchain-Analyseplattform Arkham Intelligence hebt die Transaktion die Bitcoin-Bestände des SAFU-Fonds auf mehr als 720 Millionen US-Dollar, gerechnet zu aktuellen Preisen. Binance selbst kommuniziert den Prozess als „Conversion“ des Fonds, also als gezielte Umstellung der Reserven in Richtung Bitcoin.

In einem Post auf X schrieb das Unternehmen, man setze die Käufe fort und wolle die Umstellung innerhalb von 30 Tagen nach der ursprünglichen Ankündigung abschließen. Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Order als das Signal dahinter. Binance bindet den Schutzfonds enger an ein Asset, das im Tagesgeschäft des Marktes als Liquiditätsanker gilt, aber eben auch stark schwankt.

Für Nutzer ist relevant, dass SAFU als Reservevehikel gedacht ist, nicht als Renditeprodukt. Größe, Zusammensetzung und Transparenz der Wallets stehen damit stärker im Fokus, gerade wenn der Markt gleichzeitig zeigt, wie schnell Liquidität austrocknen kann.