Bitcoin startet knapp unter der entscheidenden Widerstandszone in die neue Handelswoche. Ein Wochenschluss über 82.800 US-Dollar könnte die nächste Rallye bestätigen. Allerdings droht der eskalierende Iran-Krieg über Ölpreise, Inflation und Zinsen erneut Druck auf den Kryptomarkt auszuüben. (Der Text geht unter dem Chart weiter.)
Iran-Krieg bleibt das zentrale Risiko
Die geopolitische Lage hat sich am Wochenende weiter verschärft. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen griffen Ziele in Riad mit Raketen und Drohnen an. In der Nähe des internationalen Flughafens der saudischen Hauptstadt waren Flammen und dichter Rauch zu sehen. Zugleich erklärte die Gruppe, eine Aramco-Anlage im wichtigen Ölexportzentrum Yanbu attackiert zu haben.
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Zudem stehen weiterhin beide zentralen Transportrouten für Energieexporte aus der Golfregion unter Druck. Während Iran einen Großteil des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus blockiert, kontrollieren die Huthis den Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab.
Für Bitcoin ist diese Entwicklung negativ. Steigende Ölpreise erhöhen den Inflationsdruck, können die Anleiherenditen nach oben treiben und erschweren der US-Notenbank eine Lockerung der Geldpolitik.
Neue Drohungen zwischen den USA und dem Iran erschweren die Lage. Iran kündigte für den Fall weiterer Angriffe eine anhaltende Vergeltung an. Präsident Donald Trump stellte den Iran zugleich vor die Wahl zwischen einem Abkommen, einem weiteren wirtschaftlichen Niedergang und einer militärischen Eskalation.
Allerdings gibt es auch Hoffnung. Irans Präsident Masoud Pezeshkian soll am Mittwoch, dem 23. September, vor der UN-Generalversammlung sprechen. Trump erklärte sich grundsätzlich zu einem Treffen bereit. Zusätzlich stehen Gespräche zwischen dem US-Präsidenten und den Golfstaaten an.
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Jede Deeskalation könnte Ölpreise und Inflationserwartungen entlasten und damit auch ein bullisches Signal für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt sein.
Bitcoin steht vor der Marke von 82.800 US-Dollar
Der Bitcoin-Kurs notierte am Montagmorgen bei rund 81.600 US-Dollar und damit weniger als zwei Prozent unter dem entscheidenden Widerstand. Der renommierte Chart-Analyst Aksel Kibar sieht erst bei einem Ausbruch über 82.800 US-Dollar ein Long-Signal auf Wochenbasis:
„Ein Ausbruch über 82.800 US-Dollar wäre in diesem Zeitrahmen das Long-Signal für Bitcoin. Oberhalb des gleitenden 52-Wochen-Durchschnitts würde sich eine Rechteckumkehr oder ein Doppelboden vollenden. Dafür ist eine wöchentliche Ausbruchskerze erforderlich.“

Der 52-Wochen-EMA verläuft laut Kibars Chart bei knapp 77.800 US-Dollar. Bitcoin hat diesen Durchschnitt bereits zurückerobert, doch für den Analysten reicht das allein nicht aus:
„Das Überschreiten eines gleitenden Durchschnitts ist für mich niemals ein Signal. Ich möchte Ausbrüche durch klar definierte Mustergrenzen sehen. Erfolgt ein solcher Ausbruch zugleich oberhalb oder unterhalb des Durchschnitts, erhalte ich eine doppelte Bestätigung für Trend und Chartformation.“
Scheitert Bitcoin erneut an 82.800 US-Dollar, bleibt die Erholung technisch unbestätigt. Als tiefere Unterstützungen weist der Chart zunächst 67.200 und anschließend 60.000 US-Dollar aus.












