• BitGo steigerte den Umsatz im ersten Quartal auf 3,8 Milliarden Dollar, nach 1,8 Milliarden Dollar im Vorjahr.
  • Der Nettoverlust weitete sich auf 60,7 Millionen Dollar aus, belastet durch Bitcoin-Abwertungen und IPO-bezogene Kosten.

BitGo hat im ersten Quartal deutlich mehr Umsatz erzielt, aber zugleich einen höheren Verlust gemeldet. Der Krypto-Custody- und Handelsdienstleister kam im Quartal bis zum 31. März auf 3,8 Milliarden Dollar Umsatz. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,8 Milliarden Dollar.

Trading und Stablecoins treiben den Umsatz

Der Umsatzsprung wurde vor allem durch höhere Handelsaktivität bei digitalen Assets und wachsende Beiträge aus dem Stablecoin-Geschäft getragen. Damit zeigt BitGo, dass sein Modell inzwischen breiter ist als reine Verwahrung. Custody bleibt wichtig, aber Handel, Abwicklung und Stablecoin-nahe Dienstleistungen gewinnen sichtbar an Gewicht.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2025 fiel der Umsatz allerdings um 38,7 Prozent. Damals hatte BitGo 6,2 Milliarden Dollar gemeldet. Ein Grund war eine Verschiebung im Kundenverhalten: Weniger Spot-Handel, mehr Derivate. BitGo hatte das Derivateprodukt erst zu Beginn des Quartals gestartet und erzielte damit bereits rund 3 Milliarden Dollar an nominalem Handelsvolumen.

Das ist operativ relevant. Derivate können Kunden stärker an eine Plattform binden und zusätzliche Handelsaktivität erzeugen. Gleichzeitig verändern sie das Risikoprofil und die Ertragsstruktur. Für BitGo geht es also nicht nur um mehr Volumen, sondern um die Frage, wie profitabel diese neuen Produkte tatsächlich werden.

Bitcoin-Treasury und IPO-Kosten belasten das Ergebnis

Unter dem Strich weitete sich der Nettoverlust auf 60,7 Millionen Dollar aus. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust bei 25,7 Millionen Dollar gelegen. Besonders schwer wog ein nicht zahlungswirksamer Verlust von 53,7 Millionen Dollar, der mit dem gesunkenen Wert der Bitcoin-Treasury des Unternehmens zusammenhing.

Hinzu kamen aktienbasierte Vergütungen im Zusammenhang mit dem jüngsten Börsengang. BitGo erklärte, diese Kosten dürften sich künftig normalisieren.

Auch das bereinigte EBITDA drehte ins Minus: Nach einem Gewinn von 3,9 Millionen Dollar im Vorjahr meldete BitGo nun einen Verlust von 1,7 Millionen Dollar. Belastend wirkten dabei auch einmalige Rechts- und Beratungskosten von 3 Millionen Dollar rund um den IPO.

Die Zahlen zeigen ein Unternehmen im Ausbau. BitGo wächst, besonders im Handel und bei Stablecoins. Aber die Bilanz bleibt empfindlich gegenüber Bitcoin-Bewertungen, Produktumstellungen und den Nachwirkungen des Börsengangs.