• Mt. Gox hat laut Arkham Bitcoin im Wert von rund 739 Millionen Dollar an mehrere Adressen bewegt.
  • Der größte Transfer umfasste 10.306 BTC aus Cold Wallets an eine bisher nicht markierte Adresse.

Mt. Gox hat erneut große Bitcoin-Bestände bewegt. Nach Daten von Arkham transferierte die ehemalige Kryptobörse am Dienstagmorgen 10.306 BTC aus ihren Cold Wallets an eine nicht markierte Adresse.

Der Transfer erfolgte gegen 4:47 Uhr UTC und hatte zu diesem Zeitpunkt einen Wert von rund 730,8 Millionen Dollar. Die Zieladresse wurde von Arkham als „14FE…c9eq“ ausgewiesen. Gleichzeitig verschob Mt. Gox weitere 116,3 BTC in eine eigene Hot Wallet.

Große Wallet-Bewegungen bleiben ein sensibles Signal

Transfers aus Mt.-Gox-Wallets werden im Markt seit Jahren aufmerksam verfolgt. Der Grund ist simpel: Die Börse steht noch immer für einen der bekanntesten Zusammenbrüche der frühen Bitcoin-Geschichte.

Jede größere Bewegung aus den verbliebenen Wallets wird deshalb schnell mit möglichen Gläubigerzahlungen, Liquiditätsrisiken oder Verkaufsdruck in Verbindung gebracht.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die transferierten Bitcoin direkt verkauft werden. Solche Bewegungen können technische Gründe haben, interne Umstrukturierungen betreffen oder Teil von Vorbereitungen für weitere Auszahlungen sein.

Trotzdem reagieren Trader oft vorsichtig, weil große, ehemals ruhende Bestände die Marktstimmung belasten können.

Der aktuelle Transfer fällt in eine Phase, in der Bitcoin-Liquidität zwar deutlich tiefer ist als in früheren Marktzyklen, größere Wallet-Bewegungen aber weiterhin kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen. Besonders dann, wenn die Empfängeradresse zunächst nicht eindeutig zugeordnet ist.

Weitere BTC gingen an zweite Adresse und Bitstamp-Wallet

Nach Arkham-Daten folgte gegen 6:46 Uhr UTC ein weiterer Transfer. Dabei schickte Mt. Gox nochmals 116,3 BTC an die Adresse „1A4x…QNj4“. Zusätzlich wurde ein sehr kleiner Bitcoin-Betrag im Wert von rund 1,19 Dollar an eine Bitstamp-Cold-Wallet übertragen.

Gerade der Bitstamp-Bezug ist bemerkenswert, weil die Börse in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Gläubigerabwicklungen rund um Mt. Gox genannt wurde. Aus den vorliegenden Daten lässt sich daraus aber noch keine direkte Verkaufsabsicht ableiten.